
Perverts ist noch kein halbes Jahr alt, da legt Mother Ethel Cain gleich nach. Im August wird Willoughby Tucker, I’ll Always Love You erscheinen und Cain geht auf Welttournee.
Schon wieder neue Musik von Ethel Cain
In Rekordgeschwindigkeit scheint Ethel Cain an neuer Musik zu arbeiten. Obwohl ihr letztes Projekt Perverts erst im Januar veröffentlicht wurde, hat sie nun bereits den nächsten musikalischen Schritt angekündigt. Im August wird ein weiteres Album erscheinen; Willoughby Tucker, I’ll Always Love You. Dabei wird dieses Album stilistisch wohl eher ihrem Debütalbum Preacher's Daughter entsprechen, mit dem Ethel Cain sich rapide zu einer Kultfigur des Gothic Art-Pop entwickelte. Mit ihren detaillierten Beschreibungen von Szenen der südamerikanischen Tristesse durch die Augen einer queeren Priesters-Tochter hat sie allzu oft mit ihren düsteren, verstörenden Lyrics den Finger in die Wunde gelegt.
Perverts hingegen war dann vollkommen anders: ein Projekt mit wabernder Drone Music. Hier bastelte Cain Songs aus verzerrten Aufnahmen von sprudelndem Wasser oder knarrzenden Türen. Schaurige Klanglandschaften kombinierte sie mit ihrer glockenklaren Stimme und Sirenengesang.
Willoughby tucker, I’ll Always Love You wird wahrscheinlich wieder etwas kommerzieller und vielleicht sogar den ein oder anderen Refrain beinhalten. Man kann außerdem schon jetzt neue Geschichten aus der turbulenten, zerrissenen Jugend Cains erwarten, denn Willoughby Tucker ist den Fans bereits aus Preacher's Daughter bekannt.
Doch wer ist denn nun dieser Willoughby?
Ethel Cain singt gleich in mehreren Liedern über Willoughby Tucker, ihren Highschool-Freund und ihre erste große Liebe. Im Song A House in Nebraska erinnert sie sich an ihre Beziehung zu ihm – der Song, der definitiv ein Fan-Favorite ist, ist getränkt von der Sehnsucht nach ihm. Sie beschreibt, wie sie Zeit in einem verlassenen Haus verbrachten, bis er eines Tages verschwand, und sie gibt sich selbst die Schuld an seinem Verschwinden. Scheinbar ist auch drei Jahre nach Preacher's Daughter der Schmerz bei Ethel Cain noch genauso frisch, wie damals.
„Really, I'd kill myself to hold you one more time / And it hurts to miss you, but it's worse to know / That I'm the reason you won't come home“
Zusätzlich hat Ethel Cain Songs wie Dust Bowl und Waco, Texas schon live gespielt, die sich ebenfalls auf ihre Beziehung zu Willoughby Tucker beziehen, wie sie im vergangenen Jahr in mehreren Live-Streams erzählt hatte. In Dust Bowl beschreibt sie ihn als „Pretty boy“ mit „Natural blood-stained blonde“ Haaren und reflektiert über gemeinsame Erlebnisse und seine inneren Kämpfe. In Waco, Texas zieht Cain Parallelen zwischen ihrer Beziehung zu Willoughby und historischen Ereignissen, wobei sie ihn als schönen, faszinierenden Gott sieht, in den sie sich verliebt hat. Die beiden Titel veröffentlichte sie in Demo-Version auf ihrem, inzwischen gelöschten, Tumblr Account .
Zum Album wird es auch eine Welttournee geben. An diesen Tagen kann auch das deutsche Publikum darauf hoffen, Mother Cain einmal live zu erleben.
21.10. Carlswerk Victoria, Köln
23.10. Huxley’s Neue Welt, Berlin
24.10. Docks, Hamburg