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Foto: Karwai Tang/WireImage

Sombr: Vermeintlicher Bühnen-Eklat bei BRIT Awards war geplant

Der Auftritt von Sombr bei den BRIT Awards 2026 in Manchester hat am Wochenende für Irritationen gesorgt. Während seiner Performance schien ein Mann die Bühne zu stürmen und den Musiker von einem Podest zu stoßen. Kurz darauf griff das Sicherheitspersonal ein. Nun bestätigte ein Sprecher des Künstlers gegenüber Variety: Der Vorfall war geplant.

Sombr war bei der diesjährigen Preisverleihung im Co-op Live in Manchester als „International Artist of the Year“ sowie mit seiner Single Undressed als „International Song of the Year“ nominiert. Während er Undressed performte, rannte plötzlich ein Mann auf die Bühne und stieß ihn sichtbar heftig vom Podest. Sicherheitskräfte führten den vermeintlichen Angreifer ab, während Sombr, scheinbar unbeeindruckt, ans Mikrofon zurückkehrte. Im selben Moment fiel das Bühnen-Backdrop und gab den Blick auf eine komplette Band frei. Der Künstler leitete nahtlos in seinen nächsten Song Back To Friends über.

Inszenierung oder echter Zwischenfall?

Schon während der Show war das Publikum gespalten. Einige Zuschauer:innen bemerkten, dass der Mann ein T-Shirt mit der Aufschrift „Sombr is a homewrecker“ trug als Anspielung auf seine aktuelle Single Homewrecker. Für viele war das ein deutlicher Hinweis auf eine Inszenierung. Andere zweifelten jedoch, da der Stoß auffallend hart wirkte und mehrere Sicherheitskräfte eingriffen.

Moderator Jack Whitehall kommentierte den Moment nach der Performance mit den Worten: „So schade, dass wir die Security nicht rechtzeitig bereit hatten.“ Kurz nach dem Auftritt bestätigte Sombrs Team dann aber gegenüber Variety, dass „das Ganze Teil der Show war“.

Kritik an Umsetzung

Online sorgte der Stunt für kontroverse Reaktionen. Insbesondere, weil die BRIT Awards erstmals in ihrer 50-jährigen Geschichte in Manchester stattfanden. Die Stadt ist seit dem Anschlag auf ein Ariana-Grande-Konzert in der Manchester Arena im Jahr 2017 ein sensibler Ort, wenn es um Sicherheit bei Live-Events geht. Damals kamen 22 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt.

Zwischen Provokation und Performance-Kunst

Der inszenierte Moment reiht sich in eine lange Tradition spektakulärer Award-Show-Inszenierungen ein, trifft jedoch in Manchester auf einen besonders sensiblen Kontext. Während einige den nahtlosen Übergang zur Band-Enthüllung als dramaturgisch geschickt bewerten, kritisieren andere die Wahl des Mittels und des Ortes.

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