Spotify wird Samples und Cover in der App anzeigen: Der Streamingdienst kauft WhoSampled
news20.11.25
Spotify setzt sich für mehr Transparenz ein: Die App soll nun Samples in Songs anzeigen, bei Coversongs das Original einblenden und die Song-Credits ausführlicher gestalten. Dazu hat das Unternehmen die Datenbank der Plattform WhoSampled gekauft.
Für Spotify gab es in letzter Zeit ja viel Kritik für verschiedene Dinge, unter anderem fehlende Kennzeichnung und Einschränkung von KI-generierter Musik. Dagegen hatte der Musikstreamingdienst schon vor ein paar Wochen klarere Maßnahmen verkündet. Und auch eine jetzige Entwicklung könnte man als Reaktion darauf interpretieren: Spotify wollen auf ihrer Plattform transparenter machen, wem das geistige Eigentum eines Songs zusteht. Samples, Cover und Song-Credits sollen deutlicher einsehbar sein.
Neues Feature: SongDNA
Zunächst geht es um Samples, also Teile aus bestehenden Songs anderer Künstler:innen, die in einem neuen Song eingebaut wurden. Gerade in Genres wie Hip-Hop macht das einen wesentlichen Bestandteil vieler Songs aus. Um klarer zu kennzeichnen, von wem dieses verwendete Audiomaterial ursprünglich stammt, hat Spotify die Datenbank der Plattform WhoSampled erworben.
WhoSampled ist als Website bekannt, auf der man nachschauen kann, welche Samples in welchen Songs benutzt wurden. Das soll nun in Spotify als Feature namens SongDNA eingebettet werden. WhoSampled wird trotzdem zusätzlich als alleinstehende Website weiterexistieren. Das SongDNA-Feature wird bei Coversongs auch anzeigen, von wem die Originalkomposition stammt; auch das stammt aus der WhoSampled-Datenbank.
Ausführlichere Credits
Zudem will der Streaming-Gigant die Credits hinter Songs ausführlicher gestalten: von Komposition, Features bis zum Mixing sollen alle Beteiligten eines Stücks aufgeführt sein. Die ausführlicheren Song-Credits sind zunächst in der Mobile-App verfügbar und erreichen erst in den kommenden Monaten die Desktop-Varianten.
„Jeder Song ist eine Zusammenarbeit und alle Mitwirkenden sollte gesehen werden“, erklärte Jacqueline Ankner, welche als Head of Songwriter & Publisher Partnerships bei Spotify arbeitet, in der Ankündigung. Die Neuerungen sollen den Hörer:innen dies liefern: „einen tieferen Einblick in die Menschen und kreativen Wurzeln hinter der Musik, die sie lieben. Damit geben wir den Schöpfer:innen die Anerkennung, die sie verdienen. Es ist ein weiterer Schritt in der Arbeit von Spotify, sich für die Menschen, Verbindungen und Geschichten einzusetzen, die jeden Titel zum Leben erwecken.“