Tim Curry – Star aus „The Rocky Horror Picture Show“ – ist tot

Tim Curry ist tot.
Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images

Der britische Musicalstar und Schauspieler Tim Curry ist mit achtzig Jahren verstorben. Als Frank N. Furter in der Rocky Horror Picture Show schrieb er in den 70ern Musik- und Filmgeschichte, die noch heute anhält.

Gestern, am 26. August, wurde der Tod des britischen Schauspielers, Synchronsprechers, Sängers und Songschreibers Tim Curry durch seine Managerin Marcia Hurwitz mit den Medien geteilt. Demnach soll er Dienstagabend in seinem Haus in Los Angeles mit achtzig Jahren verstorben sein. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt, allerdings hatte Curry seit einem schweren Schlaganfall im Jahr 2012 unter verschiedenen gesundheitlichen Problemen gelitten.

Tim Curry als Frank N. Furter

In der Musikgeschichte hat der Schauspieler mit seiner Rolle als Frank N. Furter in The Rocky Horror Picture Show (1975) einen Kult ausgelöst, der auch noch rund fünfzig Jahre später die Kinos füllt. Schon in der Bühnenversion der Rocky Horror Picture Show verkörperte Tim Curry den feierwütigen, lustvollen Wissenschaftler aus der Galaxy Transylvania. Als Hauptcharakter führt Tim Curry in Reizwäsche gekleidet durch die Geschichte und führt unter anderem die explosiven Musicalnummern Sweet Transvestite und Time Warp an. Noch heute läuft die Filmversion des Musicals regelmäßig, wobei die Zuschauer:innen mittlerweile mit vielen interaktiven Momenten und Szenen teil der legendären Geschichte werden. Die Songs strotzen vor Glamrock und haben in den 70ern das Musical verändert. 

Tim Curry feierte seinen ersten Theatererfolg 1968 in dem Musical Hair, wo er Richard O’Brien, der später die Rocky Horror Picture Show schreiben sollte, kennenlernte. Und so zog sich das Musical durch das generelle Schaffen Tim Currys. Für seine Arbeit auf der Bühne erntete er viel Lob: Seine Darstellung des Mozart in der New Yorker Inszenierung von Amadeus im Jahr 1981 brachte ihm eine Tony-Nominierung ein, während seine Rolle als Piratenkönig in der Inszenierung von The Pirates of Penzance im Jahr 1982 ihm eine Nominierung für den Laurence-Olivier-Award sicherte. Später kehrte er als König Artus in den New Yorker und Londoner Produktionen von Monty Python’s Spamalot – der Musicaladaption der Artus-Komödie Monty Python and the Holy Grail – auf die Bühne zurück. Viele dieser Rollen eint auch ein obskurer Humor, den Tim Curry zielsicher und pointiert auf die Bühne bringen konnte.

Neben seiner Musicalkarriere trat Curry auch immer wieder in Filmen auf: Vielen wird er vor allem als Clown Pennywise aus Steven Kings Es in Erinnerung bleiben. Viele Rollen, denen sich Tim Curry annahm, waren von einem starken, extrovertierten Charakter geprägt. Allesamt verkörperte der Schauspieler mit ikonischem Auftreten und verwandelte sich in die Menschen mit großer Entschlossenheit. In einem Fernsehinterview in London sagte der Schauspieler 1975: „Eigentlich habe ich oft gedacht, dass es sich nicht lohnt, etwas zu tun, wenn man dabei kein Risiko eingeht.“

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