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Steve Jennings/Getty Images

Abkehr vom Blues: 19-jährige Koryphäe Grace Bowers ändert Kurs

Grace Bowers gilt als Bluesrock-Gitarrensensation, sorgte bei doppelt und dreifach so alten Fans des Genres für Begeisterung. Nun kündigt die 19-Jährige laut Guitar World ihren Rückzug vom Blues – und von YouTube – an und erklärt, künftig Musik für ihre Generation machen zu wollen. Der Grund: zu viele komische alte Männer. 

Grace Bowers: „Zutiefst unwohl bei der Menge an alten Männern hier“

Bye YouTube“, schreibt Grace Bowers in einem Posting auf ihrem Kanal (das mittlerweile nicht mehr verfügbar ist). „Mir ist zutiefst unwohl bei der Menge an alten Männern hier. Ich habe keine Lust mehr, Blues zu spielen oder was euch hier sonst noch anzieht. Ich bin fertig.“ Nägel mit Köpfen macht sie auch gleich – und nimmt alle Videos von ihrem Kanal.

Grace Bowers laut Guitar World weiter: „Zu viele alte Creeps. An die Leute, die nett waren – sorry, dass andere das ruiniert haben, ich schätze euch. Ich mache jetzt Musik für meine eigene Generation. Hört auf, mich mit irgendwelchen Toten von früher zu vergleichen.“

Grace Bowers: Punk statt Blues

Wohin es künstlerisch gehen soll, hat Grace Bowers ebenfalls klar formuliert: „Ich gehe jetzt klar in Richtung Rock und Punk, kombiniere das mit Pop-Elementen. Das ist eher mein Ding. Früher war ich tief in Funk und dieser Jamband-Welt – und habe sehr schnell gemerkt: Nee, das ist nichts für mich.“

Als Referenzpunkte nennt Grace Bowers Geese und Yungblud: „Ich finde, da ist gerade eine echte Bewegung rund um Hardcore und Punk. Rockbands kommen zurück. Das inspiriert mich total. Ich frage mich: Was kann ich dazu beitragen? Was ich mache, ist kein geradliniger Rock, es klingt sehr modern.“

Dass sie mit der Blues-Schublade fremdelt, ist allerdings nicht neu. „Nichts macht mich wütender, als wenn mir jemand ein Label aufdrückt“, erklärte Grace Bowers bereits im Coverstory-Interview mit Guitar.com

„Ich bin 19. Die Musik, die ich heute spiele, unterscheidet sich massiv von dem, was ich mit 16 oder 17 gemacht habe. Leute regen sich darüber auf. Ich denke: Überlegt doch mal, wie ihr mit 16 wart“, schreibt Grace Bowers. Und weiter: „Wahrscheinlich wart ihr ein anderer Mensch. Genau das ist das Beschissene an Social Media – ich bin vor den Augen von so vielen Leuten erwachsen geworden.“

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