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Foto: Jesse Grant/Getty Images for 20th Century Studios

Bruce Springsteen unterstützt mit „Born In The USA” Anti-ICE-Video

Bruce Springsteen hat seinen Song Born In The USA für ein neues Video zur Verfügung gestellt, das sich kritisch gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE stellt. Der Clip verbindet Liveaufnahmen und politische Statements und rückt aktuelle Fälle von Festnahmen sowie tödliche Vorfälle in den USA im Zusammenhang mit ICE-Einsätzen in den Fokus.

Das Video zeigt unter anderem Szenen von Springsteen bei einem Konzert, wo er ICE scharf kritisiert. Zu hören ist er mit den Worten: „Sie holen Menschen von Amerikas Straßen, ohne rechtsstaatliches Verfahren, und deportieren sie in ausländische Haftzentren und Gefängnisse.“

Für das Projekt gab der Musiker die Nutzung seines Songs, verschiedene Konzertmitschnitte sowie gesprochene Passagen aus seinen Auftritten frei. Die Bilder im Clip dokumentieren Festnahmen von US-Bürger:innen durch ICE in den vergangenen Monaten und thematisieren unter anderem den Tod von Renee Good, die Anfang Januar bei einem Einsatz in Minneapolis von einem ICE-Beamten erschossen wurde.

Protest auch auf Bühne

Springsteen hatte zuletzt bei einem Benefizkonzert, das von Tom Morello organisiert wurde, seinen Protestsong mit dem Titel Streets Of Minneapolis erstmals live präsentiert. Die Veranstaltung verstand sich als Zeichen der Solidarität nach tödlichen Vorfällen im Zusammenhang mit ICE-Einsätzen, die landesweit Proteste ausgelöst hatten. Der Einsatz seiner Musik im aktuellen Video unterstreicht nun einmal mehr, dass Springsteen seine Songs weiterhin bewusst in einen politischen Kontext stellt und öffentlich Stellung bezieht.

Reaktionen und Gegenwind

Die deutliche Kritik blieb nicht ohne Reaktion. Vertreter:innen der US-Regierung wiesen Springsteens Aussagen zurück und betonten gegenüber The Hollywood Reporter, die Trump-Administration konzentriere sich darauf, „bundesstaatliche und lokale Demokrat:innen zur Zusammenarbeit mit Bundesbehörden bei der Entfernung gefährlicher krimineller illegaler Einwanderer“ zu bewegen und nicht auf „irgendwelche Songs mit irrelevanten Meinungen und ungenauen Informationen“, so Sprecherin Abigail Jackson.

Unterstützung aus der Musikszene

Springsteen steht mit seiner Position nicht allein. Zahlreiche Künstler:innen haben sich in den vergangenen Wochen öffentlich kritisch zu ICE und zur aktuellen US-Einwanderungspolitik geäußert. Zu den Stimmen aus der Musikszene zählen unter anderem Billie Eilish, Sabrina Carpenter, Green Day, Neil Young, Moby, Zara Larsson und Dave Matthews. 

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