Gestern Nacht war es wieder soweit: Die 68. Grammys wurden in Los Angeles verliehen. Zu den großen Gewinner:innen des Abends gehört Bad Bunny, der bei der Verleihung Geschichte schrieb.
Am Sonntag, den 01. Februar wurden in der Crypto.com Arena in Los Angeles abermals die Grammys verliehen, der wohl renommierteste Musikpreis, den es aktuell gibt. Durch die Promi-gefüllte Nacht führte am gestrigen Abend Moderator Trevor Noah, der die großen Namen der Musikindustrie unterhielt. Mit ihm standen eine lange Reihe an Musiker:innen auf der Bühne, die mit großen Performances von sich reden machen. Doch wer nahm die Preise mit nach Hause?
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Der Gewinner des Abends
Den Abend dominierte ganz besonders Bad Bunny. Der Musiker, der sich gerade darauf vorbereitet, die Halbzeitshow beim Super Bowl zu spielen, gewann die wohl wichtigste Kategorie mit seinem Album Debí Tirar Más Fotos. Ein starkes Zeichen, denn während die Trump-Regierung mit den ICE-Kräften weiter besonders gegen Latinos vorgeht, thematisiert Bad Bunny auf diesem Album die Kolonisierung seiner Heimat Puerto Rico, die seit 1898 unter US-Hoheit steht und zelebriert die traditionellen Rhythmen des Landes. Neben ihm waren Justin Bieber’s Swag, Sabrina Carpenter’s Man’s Best Friend, Clipse’s (Pusha T und Malice) Let God Sort Em Out, Lady Gaga’s Mayhem, Kendrick Lamar’s GNX, Leon Thomas’s Mutt, and Tyler, the Creator’s Chromakopia nominiert.
Damit schrieb Bad Bunny Geschichte, denn es gewann zum allerersten Mal ein spanischsprachiges Album in dieser Kategorie. Insgesamt konnte Bad Bunny gleich drei Grammys für sich entscheiden. Doch nicht nur damit sorgte der Musiker bei den Grammys für Aufsehen: Auch seine Rede war ein Highlight. Er positionierte sich abermals gegen ICE und sprach sich für Humanismus aus. Er sagte: „Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere, wir sind keine Außerirdischen. Wir sind Menschen und wir sind Amerikaner.“ Eine seiner Reden hielt der Puerto Ricaner auf Spanisch.
Eine politische Nacht
Bad Bunny war bei weitem nicht der Einzige, der an diesem Abend zu politischen Themen in seiner Dankesrede sprach. Lautstarke Positionierungen gegen ICE und die Abschiebepolitik der US-Regierung durchzogen den Abend. Billie Eilish gewann mit Wildflower einen Grammy für den Song des Jahres und hielt sich kurz in ihrer Dankesrede: „Niemand ist illegal auf gestohlenem Land. Fuck ICE!“. Viele Menschen trugen Buttons und Anstecknadeln mit der Aufschrift „ICE Out“. Der Präsident kommentiert auf seiner sozalen Palttform den Abend abfällig.
Weitere Preise
Mehrere Grammys gingen auch an Kendrick Lamar. Für sein Album GNX bekam er einen Preis für das Beste Rap Album, konnte aber auch gemeinsam mit der Sängerin SZA für die Single Luthar in der Königsklasse Record Of The Year das Rennen entscheiden. Die vielfach nomnierte Lady Gaga setzte sich in drei Kategorie durch: Ihr Song Abracadabra gewann einen Grammy für die beste Dance-Pop-Aufnahme und den besten Remix. Und auch ihr Album Mayhem wurde zum besten Pop Gesangsalbum gekürt. Unter den Newcomer:innen war es Olivia Dean, die auf der Bühne ein kleines, goldenes Grammophon bekam.
In den gitarrenlastigen Kategorien hatte ganz klar The Cure die Nase vorn, dicht gefolgt von Turnstile, die als Favorit galten. Die Hardcore Band erhielt sowohl einen Preis für die beste Metal Performance als auch für das beste Rock Album. The Cure hingegen siegten mit Songs Of A Lost World für das beste alternative Musikalbum und der Titel Alone bescherte den Briten einen Preis für die beste alternative Performance.
Leer ging die Paramore-Frontfrau Hayley Williams aus. Trotz drei Nominierungen und Favoritenstatus konnte sie keinen Preis mit nach Hause nehmen. Zu den Verlierern des Abends gehört auch Justin Bieber. Er war vier mal nominiert – primär in den großen Kategorien – ging jedoch leer aus.
Die wichtigsten Gewinner:innen im Überblick
Album des Jahres
Bad Bunny – Debí Tirar Más Fotos
Record of the Year
Kendrick Lamar feat. SZA – Luther
Song des Jahres
Billie Eilish – Wildflower
Bester neuer Artist
Olivia Dean
Bestes Pop-Vocal-Album
Lady Gaga – Mayhem
Beste Pop-Solo-Performance
Lola Young – Messy
Bestes Rap-Album
Kendrick Lamar – GNX
Beste Rap-Performance
Clipse feat. Kendrick Lamar & Pharrell Williams – Chains & Whips
Bester Rap-Song
Kendrick Lamar – TV Off
Bestes Música-Urbana-Album
Bad Bunny – Debí Tirar Más Fotos
Beste Global-Music-Performance
Bad Bunny – EoO
Bestes Alternative-Album
The Cure – Songs of a Lost World
Bestes Rock-Album
Turnstile – Never Enough
Bestes Dance/Electronic-Album
FKA twigs – Eusexua
Bestes R&B-Album
Leon Thomas – Mutt
Bestes Country-Album (Contemporary)
Jelly Roll – Beautifully Broken
Producer of the Year
Cirkut
Songwriter of the Year
Amy Allen