Das sind doch mal gute Nachrichten: Der Sänger einer italienischen Metal-Band hat Bronze bei Olympia geholt – von Downtuning zu Downhill, quasi.
Olympia hat offiziell den wahrscheinlich ersten Sänger einer Metal-Band, der eine Medaille gewonnen hat. Die Rede ist von Dominik Paris, dem italienischen Skirennläufer, der gerade bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina eine Medaille in der Abfahrt gewonnen hat.
Paris gewann am Samstag (7. Februar 2026) die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in seinem Heimatland. Es ist seine erste Medaille nach mittlerweile fünf Teilnahmen an Olympischen Spielen. Mit 36 Jahren ist Paris der zweitälteste Athlet, der jemals eine Medaille in dieser Sportart gewonnen hat. Sein Teamkollege Giovanni Franzoni wurde Zweiter und gewann die Silbermedaille. Franjo von Allmen aus der Schweiz gewann die Goldmedaille.
„Es ist ein wunderschöner, schwieriger Berg“, sagte Paris kurz nach seinem Medaillengewinn bei Olympia. „Es ist toll, das heimische Publikum hier zu haben.“ Im Laufe seiner Karriere hat Paris 24 Weltcup-Rennen und sogar die Weltmeisterschaft im Super-G 2019 gewonnen. Aber bis zum vergangenen Wochenende war ihm der olympische Erfolg verwehrt geblieben.
Von Olympia auf die Bühne
Und wenn er nicht auf der Piste steht und Olympia-Geschichte schreibt, macht Paris sehr laute Musik: Er ist Frontmann der italienischen Groove-Metal-Band Rise Of Voltage. Bisher haben sie zwei Platten veröffentlicht und schon auf dem einen oder anderen europäischen Festival gespielt.
„Es ist etwas ganz Anderes, mit der Band auf der Bühne zu stehen“, sagte er zum Unterschied zwischen Olympia und der Musik. „Es ist nicht einfach, eine Stunde lang auf der Bühne zu stehen und zu schreien. Für mich ist es einfacher und ich bin nicht so nervös, wenn ich ein Skirennen fahre, weil ich weiß, was ich zu tun habe. Ich bin auf jeden Fall der bessere Skifahrer, aber wenn man Metal hört, bin ich auch nicht so schlecht.“