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Foto: Jay Davison via AWAL

Newcomerin Heidi Curtis veröffentlicht eine neue Single: „Siren“

Hört ihr die Sirenen singen? Noch nicht? Dann solltet ihr die Britin Heidi Curtis dringend auschecken und sich von ihr aufs Meer führen lassen.

Neue, energische Folkmusik kommt dieser Tage aus Nordengland und zwar von Heidi Curtis. Gerade wurde die Musikerin mit der ausdrucksstarken, ruppigen Stimme von Awal gesignt und schon erscheint die erste Single unter dem erfolgreichen Label: Siren. Darin zeigt Heidi Curtis, was für eine zentrale Rolle der Folk in ihrer Musik spielt. Vergleiche zu Fleetwood Mac und Jeff Buckley liegen einem direkt auf der Zunge, wenn man die ersten Takte von Siren hört. Die Drums erinnern hier besonders stark an Hits wie The Chain. Auch die Dynamik des Titels ist von ähnlichem Kaliber. Mit voller Inbrunst geht Heidi Curtis direkt in den Song rein, Intros braucht sie nicht, um ihre Geschichte zu erzählen. 

In der Stimme von Heidi Curtis liegt hingegen eine Schwere, die die Assoziation zu Jeff Buckley aufmacht, und trotzdem schimmert immer wieder eigenwillige Stärke hindurch, die dem Auftreten von Florence Welch (Florence + The Machine) gleicht. Der Song wird gegen Ende immer dichter und wird von verträumten Backingvocals getragen. Während Heidi Curtis die Sirenen in diesem Lied zwar von außen besingt, scheint sie sie genau beobachtet zu haben und liefert ein Meer aus Stimmen.

Von Folksmythen inspiriert

Heidi erklärt zur Single, dass es sich oberflächlich betrachtet um eine tragische Liebesgeschichte zwischen einer Sirene und einem Seemann handle. „Die Sirene in dem Song steht lediglich für unser Verlangen als Spezies, uns Substanzen und Vergnügungen zuzuwenden, um unsere Depressionen zu lindern und zu betäuben. Wir alle haben die Sirene gesehen und diese Anziehungskraft verspürt, manche mehr als andere, und egal wie, es endet immer schlecht“, erklärt Heidi Curtis. Sie betont auch, dass Siren von ihrer Liebe zum Meer, ihrem Erbe, ihrer Verbindung zum Wasser und zu Volksmythen inspiriert sei.

Es ist Bandmusik in jeder Ader, auch wenn Heidi Curtis als Solokünstlerin auftritt. Das Arrangement dieser Single konzentriert sich auf das Zusammenspiel aller Parteien und erinnert wahrscheinlich genau deshalb an große, alte Folk-Meister:innen. Im November erschien bereits die Debütsingle der Newcomerin: Undone. Und trotz des bisher kleinen Repertoires hat Heidi Curtis sich schon einen Namen gemacht. Als Support unterstützte sie bereits ihren Geordie-Kollegen Sam Fender, ebenso wie CMAT, Inhaler, Paolo Nutini und Ben Howard. Am 7. November plant sie ihr erstes Headlinekonzert in ihrer Heimatstadt Newcastle. Das Heidi Curtis-Konzert ist bereits restlos ausverkauft.

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