Featured Image
Foto: Kevin Mazur/Getty Images

Super Bowl: Green Day werden zensiert – und sparen sich politische Kommentare

Natürlich könnte man den Auftritt von Green Day zur Eröffnung des Super Bowl 2026 schon für sich als politisches Statement werten. Dennoch zeigten sich viele Fans danach enttäuscht, dass es keine klare Ansage von der Band gab.

Der Super Bowl 2026 war so politisch aufgeladen wie nie zuvor. neben der Halbzeitshow von Bad Bunny sah man das auch an der Verpflichtung von Green Day als Opening-Act des größten Sportspektakels der Welt. Doch während Sänger Billie Joe Armstrong noch vor wenigen Tagen klare und deutliche Worte gegen Trumps Politik und ICE fand, blieben politische Statements während ihres Best-Of-Sets aus.

Natürlich kann man das jetzt so sehen, dass eine Band wie Green Day per se politisch ist. Und wenn eine Band wie Green Day dann auch noch einen Song wie American Idiot spielt, und das an diesem Ort in dieser Zeit, dann ist das ja irgendwie auch ein starkes politisches Statement.

Vielen Fans war das dennoch zu wenig. Green Day spielten Good Riddance (Time Of Your Life) und drei Titel aus American Idiot, darunter den Titelsong, aber es gab eben keine politischen Kommentare von Frontmann Billie Joe Armstrong, und er verzichtete sogar darauf, den abgeänderten Text I’m not part of the MAGA agenda zu singen, der bei den letzten Shows zu hören war. Das kam, nachdem die Band am Freitag in San Francisco ein intimes Warm-up-Konzert gespielt hatte, bei dem Armstrong alle anwesenden ICE-Agenten aufforderte, „ihren beschissenen Job zu kündigen“.

Hätten Green Day deutlicher werden sollen?

Einige Fans nutzten nach dem Super Bowl die sozialen Medien, um ihre Meinung darüber zu äußern, dass die Band es vermieden hatte, auf dieser großen Bühne politische Themen anzusprechen. „Green Day hatte DIE Gelegenheit, politisch zu sein, und sie haben sich auf American Idiot verlassen, um ein Statement abzugeben?“, schrieb etwa ein X-Nutzer.

Wollten Green Day den Sport nicht zu sehr für Politik instrumentalisieren oder einfach die Musik sprechen lassen? Bad Bunny hatte letztlich dasselbe getan: Keine politischen Statements, dafür eine Show, die dennoch inhärent politisch war. Ein wenig Punk gab es dann dennoch: Der offizielle Sender NBC hat Armstrong stummgeschaltet, als er während American Idiot die Zeile The subliminal mindfuck America sang, und es ist möglich, dass weitere Kommentare ebenfalls aus der Übertragung herausgeschnitten wurden.

Mehr von Green Day: