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Foto: Jim Dyson/Getty Images

Tame Impala sind zurück: Neue Single „End of Summer“ überrascht

Nach fünf Jahren meldet sich Kevin Parker alias Tame Impala zurück: Mit einem Song namens End of Summer, der in sieben Minuten einen neuen Stil für das Projekt erforscht.

Endlich wieder Tame Impala: Das letzte Album von Kevin Parker, dem Kopf des Projekts, hieß The Slow Rush und ist bereits fünf Jahre her. Höchste Eisenbahn also! Spekulationen über ein neues Album waren in den letzten zwei Wochen bereits hochgekocht, nachdem Parker auf Instagram Bilder aus seinem Leben gepostet hatte, mit der Unterschrift: „War beschäftigt.“ Und heute sehen wir das Ergebnis der beschäftigten Phase: Die neue Single End of Summer.

Sieben Minuten voller neuer Impulse

Ob man auch bald ein Album erwarten kann, darüber hört man von Tame Impala noch nichts. Aber End of Summer gibt uns in seinen sieben Minuten schon genug Material, das man erstmal verdauen muss. Für Tame Impala klingt der Song nach bisher unerforschtem Terrain, eine Erinnerung an Acid House aus den 90ern. Über die sieben Minuten Länge verändert der Track aber immer wieder sein Gesicht, während manche Elemente konstant bleiben – ein alte Erfolgsformel Kevin Parkers, wie etwa damals bei Let It Happen. Das Musikvideo geht sogar neun Minuten lang.

Den Song gab es tatsächlich bereits einmal live zu hören, als Kevin Parker Anfang Juli ein DJ-Set in Barcelona spielte. Der clubtaugliche Sound des Tracks eignet sich für ein DJ-Set auf jeden Fall gut.

Auf seinen Social-Accounts schrieb Parker alias Tame Impala heute zum Release: „Eine neue Ära beginnt. Dies ist das erste, was ich euch daraus hören lassen will. Ich gebe euch End of Summer.“ Weiter empfahl er: „Wie es Tradition ist: Sucht euch euer liebstes Soundsystem. Das Video wurde an einem Ort aufgenommen, der noch staubiger als mein Drum-Sound ist. Ich hoffe, es gefällt euch. Los geeeeeht’s!“

Zehn Jahre „Currents“

Und vor erst einer Woche gab es bei Tame Impala etwas anderes zu feiern: Das Album Currents feierte seinen zehnjährigen Geburtstag. Parker erinnerte sich in einem Text: „Während der Entstehung und Veröffentlichung dieses Albums hatte ich mehr als eine existenzielle Krise. Ich konnte nicht sagen, ob es großartig oder peinlich schlecht war, ganz zu schweigen von den Fans, die ich verlieren würde, wenn ich den Musikstil so stark verändere.“

Parker erzählte weiter: „Kürzlich wurde ich gefragt, ob ich mit mir selbst zufrieden war, nachdem ich dieses Album gemacht hatte, und die Antwort lautete immer: ‚Absolut nicht!‘ Es gab oft so viele Zweifel, aber ich wusste, dass es ein Album war, das ich machen musste. Die Tiefs waren niedrig, aber die Höhen waren hoch. Und in den Höhen, in denen ich vergessen hatte, mich darum zu kümmern, was die Leute denken würden, wenn ich in meinem Auto fahre und die Mixes hörte, fühlte es sich wie pure Magie an. Und in diesen Momenten dachte ich: Was auch immer das Ergebnis sein mag, ich musste es einfach durchziehen und daran glauben, auch wenn es sich völlig blind anfühlte.“

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