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KI treibt Muse zur Namensänderung auf Social Media
Muse heißen auf Instagram und X nun „museband“. Den ursprünglichen Accountnamen hat die Rockband an Metas neuen KI-Assistenten abgegeben, der ebenfalls Muse heißt.
Es ist schon etwas ironisch: Muse, die Band, die seit jeher von Dystopien und übermächtigen Technologien singt, wird von einer KI verdrängt. Zum Glück ersetzt diese nicht ihre Musik, sondern nur den Namen ihres Instagram-Profils. Muse heißt nämlich auch eine neue KI-Anwendung von Meta. Die Band hieß jahrelang auf Instagram und X @muse und hat diesen Handle kürzlich auf beiden Plattformen in @museband geändert, scheinbar um der KI den Namen zu überlassen.
KI versus Band
Auf X taggten Mark Zuckerberg und co. anfangs in Posts über ihre neue KI nämlich unabsichtlich auch die Band mit. Obwohl weder die Band noch Meta sich dazu geäußert haben, scheint es also wahrscheinlich, dass die Namensänderung infolge dieses Bugs kam. Meta launchten ihr KI-Tool nämlich diese Woche, da fiel der Zusammenhang auf.
Den KI-Assistenten kann man sich wie einen Chatbot mit noch mehr Fähigkeiten vorstellen. So soll das Tool den Alltag erleichtern, indem es Online-Käufe, Zahlungen, Terminplanung oder E-Mails von selbst erledigt. Es ist kostenlos, aktuell aber noch nur für Nutzer:innen in den USA zugelassen.
Sie singen von „Algorithms“ und „Compliance“
Fans der Band machen nun Witze über die Situation, denn es gibt wenige Bands, die schon so lange geradezu paranoid über diese Art von Technologien schreiben. Ein Hang zur Dystopie und der Angst vor Verschwörungen mithilfe von Maschinen wohnt ihnen schon seit langem inne. 2015 widmete die Band ihr Album Drones dem Konzept eines Menschen, der durch das Militär und den Staat zunehmend gebrochen wird und zu einer Drohne transformiert.
Auf dem dystopischen Nachfolger Simulation Theory gab es Songs wie Algorithm. Im späteren Song Compliance singt Matt Bellamy von einem ausnutzenden System, das er mit ähnlichen Wörtern beschreibt, wie sie Tech-Unternehmen nutzen, um die Datensammlung ihrer Nutzer:innen zu erfragen. Ob Bellamy und co. mit dieser Machtdemonstration von Meta glücklich sind, ist also fraglich.