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Phoebe Bridgers zeigt „On Video“: neuer Song für den Film „Primetime“
Im Film Primetime mit Robert Pattinson und Phoebe Bridgers geht es um Kindesmissbrauch und Fernsehen. Phoebe Bridgers liefert dazu nun einen eigenen Song namens On Video.
Phoebe Bridgers ist wortwörtlich On Video: nicht nur weil ihr neuer Song so heißt, sondern auch, weil sowohl der Song als auch die Indie-Musikerin selbst in einem Film vorkommen. Für den A24-Film Primetime von Regisseur Lance Oppenheim hat Bridgers diesen Song geschrieben, der in den Credits läuft. Der Film läuft seit gestern in den deutschen Kinos.
Unangenehme Themen und unheimliche Stimmung
Im Vergleich zu Phoebe Bridgers‘ kürzlich erschienenem Album Lost Weekend klingt On Video deutlich gruseliger. Das ist an sich nichts Neues; Halloween ist für Bridgers schließlich spätestens seit ihrem Song Halloween ein naheliegender Feiertag. Doch das Gruselige an On Video hat mit der Handlung des Films zu tun.
In Primetime geht es um Christian Hansen (gespielt von Robert Pattinson), einen Journalisten und Moderator der Sendung To Catch A Predator. Diese Sendung mit Hansen gab es übrigens wirklich in den 2000ern. Darin haben Hansen und sein Team sich in Internet-Chats als minderjährige Teenager:innen ausgegeben, um Pädophile auf ein Treffen einzuladen. Bei diesem Treffen konfrontierte Hansen die Personen dann vor einer versteckten Kamera, um sie festzunehmen.
Wenn man das im Hinterkopf hat, stoßen Phoebe Bridgers‘ Zeilen wie „I saw it all / On video / I saw you making angels in the snow“ schaudernd auf. Die Stimmung, die sie in diesem Song erzeugt, ist immens. Bei der Produktion half unter anderem Jack Antonoff.
Phoebe Bridgers spielt einen Lockvogel
Phoebe Bridgers belegt selbst eine Rolle in Primetime: Del Harvey. Sie ist eine Angestellte bei To Catch A Predator, die als Lockvogel für die gejagten Pädophilen fungiert. Sie gibt sich sowohl als Jungen als auch Mädchen aus. Primetime-Regisseur Lance Oppenheim und Phoebe Bridgers kennen sich privat schon lange, bereits bevor Bridgers berühmt war.
Gegenüber Hollywood Reporter erklärte Oppenheim, er habe die Musikerin unter anderem wegen ihrer Stimme für die Rolle gewählt: „Ich kannte sie immer mit einer unglaublich tiefen, fast baritonartigen Sprechstimme. Und dann war ich erstaunt, dass jemand mit einer so tiefen Sprechstimme eine derart wunderschöne, engelsgleiche Singstimme hervorbringen konnte. Wenn ich sah, wie sie ihre Stimme in verschiedenen Situationen einsetzte, dachte ich immer wieder: ‚Genau so würde sich eine Lockvogel-Figur verhalten.‘“