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Foto: Katja Ogrin/Redferns

Dance-Punk-Band Lime Garden kündigen ihr zweites Album an

Ein bisschen basslastiger Brit-Rock gefällig? Lime Garden kündigen ihr zweites Album Maybe Not Tonight mit einer neuen Single an. 

Punk, Dance, Pop und ganz viel Bass

Was passiert, wenn man die Attitüde von The Cure mit den Bass-Lines der frühen Arctic Monkeys kombiniert? Lime Garden. Die junge Band hat ihr zweites Album angekündigt, nachdem sie erst 2024 mit dem Debüt One More Thing von sich reden machten. Ihre Musik ist nicht für alle, ihre Musik eckt an. Zwar schielen Lime Garden immer wieder mal in Richtung Pop, aber tief im Innern werden sie von einer trotzigen Punk-Attitüde angeleitet. In diesen Modus haben sie sich offenbar im letzten Jahr noch ein bisschen mehr reingesteigert: Toll! Das nächste Album Maybe Not Tonight wird am 10. April erscheinen.

Die vier Musiker:innen aus Brighton haben den Titelsong ihres kommenden Albums bereits veröffentlicht. Maybe Not Tonight hat einen eigenwilligen, schrillen Beat, erinnert im ersten Moment an The Streets. Chloe Howard, die Frontfrau von Lime Garden, spricht hier von der Vorstellung langer Partynächte, während sich der Song langsam nach oben schraubt, der Bass hinzukommt und die Band den Beat mit eigenwilligen Vocals ergänzt. In der zweiten Hälfte brettert eine verzerrte Gitarre rein, die keinen Sinn ergibt und sich dennoch genau richtig anfühlt.

Nochmal 17 sein

Auch die neuste Single 23 hält sich nicht zurück. Der Hintergrund ist zwar etwas ruhiger, doch Lime Garden lassen sich hier trotzdem nicht einengen. Laut und voll Attitüde bricht es aus Howard heraus. Sie scheint mit ihren Erzählungen voller Frust in der Stimme die Band herauszufordern, ihrer Stimmung zu folgen. Stattdessen kontern Lime Garden mit tänzelnden Gitarrenläufen und einem entspannten Beat. Howard erklärt den Song: „23 entstand aus einem Traum, in dem ich mit meinem jüngeren Ich sprach. In diesem Traum kritisierte ich meine eigene Persönlichkeit und meinen mangelnden Erfolg. Der Song 23 kam an einem regnerischen Januarnachmittag zusammen, wobei eine von Happy Mondays inspirierte Jam-Session den Weg für die Hauptbasslinie ebnete.“

Das Album wurde von Charlie Andrew produziert, der zum Beispiel schon mit Wolf Alice und Alt J zusammen gearbeitet hat. Dabei hat sich Lime Garden scheinbar besonders frei gearbeitet, eiferte dem Debütalbum nicht all zu sehr nach, sondern hat einen Fokus darauf gesetzt sich weiterzuentwickeln. „Ein Teil der Philosophie hinter diesem Album besteht darin, all die beschissenen Dinge, die man getan hat, anzusprechen, anstatt sie zu ignorieren. Man muss sich tatsächlich sich selbst stellen“, erklärt die junge Frontfrau. „Mit diesem Album sind wir zu dem Gefühl zurückgekehrt, das wir hatten, als wir die Band gegründet haben. Als wir 17 waren und dachten, wir wären die Größten und niemand könnte uns etwas anderes einreden. Wir haben dieses neue Gefühl, dass wir es verdienen, hier zu sein. Das ist etwas Besonderes.“ Die ersten Singles lassen diesen Mut bereits erkennen.

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