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Kate Nash kündigt „Cailín“ an: Punk trifft irische Tradition
Kate Nash veröffentlicht am 22. Januar 2027 ihr sechstes Studioalbum. Cailín erscheint bei Kill Rock Stars; mit Spilt Milk ist seit Mittwoch die erste Single zu hören. Nach Angaben ihres Teams arbeitete Nash elf Jahre an der Platte. Der Titel bedeutet auf Irisch „Mädchen“.
Kate Nash nahm „Cailín“ an Irlands Westküste auf
Nash besitzt die britische und die irische Staatsbürgerschaft. Ihre Mutter wurde in Dublin geboren, ihre eigenen frühesten musikalischen Erinnerungen verbindet sie mit Irland. Aufgenommen hat sie Cailín im Stiúideo Cuan an der Westküste des Landes. Der irische Traditional-Musiker Charlie Lennon begleitete die Sessions, KoOoLkOjAk produzierte das Album.
Uilleann Pipes, Fiddles, Flöten, Bodhrán, Harfe und Banjo gehören zum Klang der Platte. Zu den beteiligten Musikerinnen zählen Niamh Dunne, Lottie Cullen, Aimée Farrell Courtney und Biird-Mitglied Lisa Canny. Nash spielt selbst Tin Whistle – das erste Instrument, das sie lernte.
„Alle meine frühesten musikalischen Erinnerungen sind in Irland“, sagt sie. „Livemusik im Pub, zu Sharon-Shannon-Konzerten gehen, den besten Akkordeonspieler sehen, den man je gesehen hat, und es ist ein gelangweilt dreinblickender achtjähriger Junge in einer Daunenjacke. Dort gibt es einen natürlichen Respekt für Musiker, weil er ins Gewebe des Alltags eingewoben ist.“
Kate Nash über „Spilt Milk“ und das Abtreibungsrecht
Die Vorabsingle Spilt Milk, von Huw Stephens auf BBC 6 Music uraufgeführt, hat einen konkreten Anlass. „Spilt Milk wurde ursprünglich über das Abtreibungsrecht in Irland geschrieben, bevor der achte Verfassungszusatz aufgehoben wurde, was erst 2018 geschah“, erklärt Nash. „Es geht darum, keine Kontrolle über den eigenen Körper zu haben, nicht gehört zu werden und das Gefühl, dass die Mächtigen immer größer, furchteinflößender und erdrückender werden.“ Das Video stammt von Tom Beard.
Ebenfalls auf dem Album landet ihre im April veröffentlichte Version von Sinéad O’Connors Famine, die zur Auseinandersetzung mit der britischen Rolle in An Gorta Mór aufruft, der großen Hungersnot. Kate Nash macht dabei keinen Hehl aus ihrer englischen Herkunft: „Die Engländer kennen ihre Geschichte nicht. Ich bin auch Engländerin und sage: Mir wurde das nicht beigebracht. Wir haben Unwissenheit und müssen Dinge verstehen, um uns selbst einen Kontext zu geben.“
Im Oktober spielt sie Konzerte in Cork, Kilkenny und Dublin, im Februar 2027 folgt eine längere Irlandtour mit Terminen in Cork, Limerick, Galway, Dublin und Belfast. US-Termine sollen bald bekannt gegeben werden.