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Foto: Emma McIntyre / Getty Images

Die besten Grammy-Performances 2026

Nicht nur die Preisträger:innen machten die 68. Grammys unvergesslich. Das Programm war gespickt mit einzigartigen Performances. Ganze siebzehn Darbietungen führten durch den Abend, darunter Sabrina Carpenter, Lady Gaga, Bruno Mars, Katseye, Tyler, the Creator, Addison Rae, und Justin Bieber. Hier sind die Highlights.

Tyler, The Creator beendet eine Ära

Das Highlight der Performances dieser Grammy-Nacht war ganz klar Tyler, the Creator, denn einfach am Mikro stehen und Singen scheint nicht sein Ding zu sein. Stattdessen bot er eine große theatrale Inszenierung, gleich mehrerer Lieder von verschiedenen Alben und bot ein Medley aus Thought I Was Dead und Sugar On My Tongue. Hinzu kam noch ein Überraschungsauftritt von Regina King. Dabei kletterte der Musiker auf das Dach eines knallroten Sportwagens, setzte sich später hinter das Steuer, überfuhr eine Puppe, die genauso wie er als Footballspieler verkleidet war und schaffte so eine Verbindung zwischen den Songs, den verschiedenen Alben und Ästhetiken. 

Er stieg aus dem Unfallwagen aus, um an einer Tankstelle noch mehr Chaos zu verursachen, während er den Titel Sugar On My Tongue aus Don’t Tap The Glass rappte. Tyler riss den Zapfhahn von einer Zapfsäule ab, sodass „Benzin“ überall verspritzt wurde, und warf einen Dynamitstab, um das Ganze in Brand zu setzen, bevor er davonlief. Doch an einen Abgang war damit nicht zu denken, Tyler, the Creator tauchte kurz darauf augenscheinlich verkohlt in der Tankstelle auf, stolperte vorwärts und täuschte einen Sturz von der Bühne vor. In der Menge landete er schließlich flach auf dem Gesicht und Rauch stieg aus seinen Kleidern auf. 

Lola Young ist zurück

Etwas mehr auf Nummer sicher ging Lola Young und entschied sich bei ihrer Grammy-Performance für eine reduzierte Version von Messy. Am Flügel performte sie den Titel mit viel Hall auf dem Mikro für einen noch drastischeren Effekt. Keine große Show und doch ein besonderer Moment, denn Young hatte sich für mehrere Wochen aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen und eine abrupte Pause in ihrer Karriere eingelegt. Und einen Grammy gab es obendrein! Messy wurde als beste Pop Soloperformance ausgezeichnet.

Reduzierter „Mayhem“-Ball

Weniger zurückhaltend ging es – wie könnte es anders sein – bei Lady Gaga zu. Sie stellte fast alles in den Schatten und auchn das große Bühnenbild der stets koketten Sabrina Carpenter konnten der Gothic-Pop-Queen nicht das Wasser reichen. In einem Outfit, das direkt aus Beetlejuice hätte kommen können, erschien die Musikerin hinter zwei Keyboards, um Abracadabra zu singen. Begleitet wurde sie von Josh Freese an den Drums, der dem Titel einen Prog-Rock-Anstrich verlieh. Ihre Performance stach vor allem durch ihre Interaktion mit der Kamera hervor und verließ sich auf Lichteffekte. Gaga ist momentan noch mit ihrem spektakulären Mayhem-Ball auf Tour – im Vergleich zu ihrer Tourproduktion war dieses Schauspiel fast reduziert und trotzdem reichen einige Blicke der Musikerin aus, um alles in ihren Bann zu ziehen. Ein gelungener Auftritt, der mit drei Grammys für Lady Gaga abgerundet wurde.

Bruno Mars sang gleich zweimal

Bei dem Who-is-Who der aktuellen Charts darf natürlich auch Justin Bieber nicht fehlen. Trotz mehrerer Nominierungen ging der Musiker leer aus, durfte aber seinen Song Yukon auf die Bühne bringen. Lediglich in Boxershorts und Socken gekleidet stellte sich Bieber mit einer E-Gitarre an eine Loopstation, baute den Basslastigen Song ganz langsam auf und zog damit den Raum in den Bann. So viel DIY kennt man von dem Pop-Sternchen eher nicht. Ebenfalls mit einer E-Gitarre bewaffnet stürmte Bruno Mars mit Rosé die Grammy-Bühne. Die beiden gehörten definitiv zu den Showstoppern, denn es gab eine Rock-Alternative-Version ihres Ohrwurms APT., und eröffneten damit den Abend mit einem Krachen. Für Bruno Mars ging es dann später am Abend noch einmal in eine zweite Runde mit I Just Might.

Weitere Performances gab es von: KATSEYE, Sombr, The Marías, Alex Warren, Addison Rea, Clipse und Pharrell Williams, Leon Thomas und der ausgezeichneten Newcomerin Olivia Dean. Denkwürdig waren auch die Gruppenperformances. So performte Ms. Lauryn Hill mit Gästen ein Medley von D’Angelo und Roberta Flack und Post Malone ehrte mit Chad Smith, Duff McKagan, Slash und Andrew Watt den verstorbenen Ozzy Osborne mit einer Darbietung von War Pigs

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