Josh Homme über eine Kyuss-Reunion: „Ich bin da dauerhaft unentschlossen“

Josh Homme im Anzug
Gilbert Flores/WWD via Getty Images

Them Crooked Vultures würde Josh Homme gern wieder auf die Bühne bringen. Bei Kyuss ist die Antwort schwieriger. Im Gespräch mit Heavy Consequence äußert sich der Queens-of-the-Stone-Age-Sänger zu beiden Bands – und dazu, weshalb ihm die Rückkehr zu seiner ersten so viel mehr Kopfzerbrechen bereitet.

Josh Homme über Them Crooked Vultures

Ein Album von 2009, Konzerte in jenem Jahr und im darauffolgenden: Viel mehr haben Them Crooked Vultures bislang nicht hinterlassen. Danach wurde es still um das Trio mit Dave Grohl am Schlagzeug und John Paul Jones am Bass. Lediglich für die beiden Taylor-Hawkins-Gedenkkonzerte 2022 kamen die Musiker noch einmal zusammen.

An Josh Homme soll eine Fortsetzung nicht scheitern. „Ich würde das liebend gern noch mal machen, und ich weiß, Jones auch, und Dave auch. Ich schiebe die ganze Verantwortung auf Dave. Es ist nicht mein Job, uns zusammenzubringen, das ist Daves Job.“ Die Bereitschaft wäre demnach vorhanden. Jemand müsste die drei nur zusammenbringen und Josh Homme hat dafür bereits einen Zuständigen benannt.

Kyuss: dreißig Jahre und ein Rechtsstreit dazwischen

Bei Kyuss lässt sich die Frage nach einer Reunion nicht so leicht beantworten. Die Band löste sich 1995 auf. Als drei ehemalige Mitglieder 2010 ohne Homme unter dem Namen Kyuss Lives! zurückkehrten und diesen schützen lassen wollten, folgte ein Rechtsstreit. Homme klagte.

Diese Auseinandersetzung beschäftigt ihn noch immer, auch wenn er sie nicht erneut im Detail durchgehen möchte. „Ich denke viel darüber nach, weil es einen Moment gab, in dem der Ruf der Sache beschädigt wurde, wegen – na ja, das muss man nicht alles aufwärmen. Es sollte um Musik gehen. Der Rest zählt nicht.“ Hinzu kommt, dass Kyuss für ihn nicht irgendeine frühere Band ist. „Ich hatte immer diesen Grundsatz: keine Reunions, keine Fortsetzungen. Man muss sich klarmachen: Diese Band fing an, als ich dreizehn war. Ich habe so schöne Erinnerungen daran, einfach Kinder gewesen zu sein und dabei groß geworden zu sein.“

Warum Josh Homme trotzdem zögert

Gerade diese Erinnerungen machen eine Rückkehr für Josh Homme heikel. „Andererseits: Wenn dich jemand fragt, ob du etwas wiederbeleben willst, das mit fünfzehn passiert ist, dann denkst du vielleicht: Oje. Es ist eine heikle Sache, weil ich es liebe, dass die Fans das Erbe von Kyuss übernommen haben. Das ist so selten und so großartig.“

Eine Reunion könnte daran etwas verändern. Ob zum Besseren, weiß Josh Homme nicht. „Ich will es bloß nicht kaputt machen. Ich weiß es nicht. Wäre es besser, das zu tun? Ich weiß es einfach nicht. Ich glaube, ich bin da dauerhaft unentschlossen. Ich will es nur nicht irgendwie versauen.“

Ein Nein ist das nicht. Eine Ankündigung ebenso wenig: Weder neue Musik noch konkrete Konzerttermine stehen im Raum.

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