{ $store.headerGroupManager.updateMeasurements() })" :class="{ '' : searchBarOpen , 'hidden' : !searchBarOpen }"
@keydown.escape="searchBarOpen = false; $nextTick(() => { $store.headerGroupManager.updateMeasurements(); setTimeout(() => $refs.searchToggle.focus({ focusVisible: true }), 10) })"
id="header-search-dropdown"
>
Gay-Clubs, Suizidgedanken, Versöhnung: 6 Dinge, die wir aus der neuen Take-That-Doku gelernt haben
features28.01.26
Eine neue Netflix-Dokumentation über Take That zeichnet den Aufstieg, den Fall und das Comeback der größten Boyband Europas nach. Die drei Folgen enthalten viel Bekanntes, manch Überraschendes – und auch Brisantes.
Was wir aus der Take-That-Doku gelernt haben
„Ach, was waren die jung.“ Man kann gar nicht anders, als unweigerlich diesen Satz auszusprechen. Die Archivaufnahmen aus ihren ganz frühen Tagen zeigen die Mitglieder von Take That als blödelnde Jungs, die nicht wissen, was da auf sie zurollt. Die neue Netflix-Dokumentation rund um Englands größte Boyband (56 Nummer-eins-Singles weltweit, 50 Millionen Platten verkauft) erfindet dabei das Rad nicht neu und wirft auch kein schockierend neues Licht auf die Bandgeschichte. Sie kommt aber mit einigen spannenden und brisanten Offenbarungen um die Ecke. Wir haben uns die dreiteilige Take-That-Doku angesehen und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengetragen.
Zwischen Gay-Club und Schulhof
Ganz zu Anfang wusste Nigel Martin-Smith, dass er mit Gary Barlow zwar einen verdammt talentierten Songschreiber und mit dem Rest der Band einen Trupp gutaussehender Tänzer hatte. Doch wie er damit New Kids On The Block Konkurrenz machen wollte (und das war das Ziel!), war da noch mal eine ganz andere Frage. Die Antwort ist relativ bizarr: Indem er Take That tagsüber in Schulen und abends in Schwulenclubs auftreten ließ. Eine wilde Mischung, sicher. Aber eine, die dafür sorgte, dass sich der Name Take That ab 1991 immer schneller in England verbreitete. Und das sogar ohne eine Hit-Single.
Gary Barlow und der Druck
Barlow, der Songschmied, der Hits am Fließband produzieren kann? Sicher, ist er. Aber nicht ohne einen Preis: Während der gesamten Serie hört man Barlow oft davon sprechen, wie sehr er sich als Hauptsongwriter der Band selbst unter Druck gesetzt hat. „Ich hatte das Gefühl, versagt zu haben“, sagt er in der Doku beispielsweise über den Moment, als ihr Song Once You’ve Tasted Love es nicht in die Top 40 schaffte. Dass ihr erster Hit dann ausgerechnet ein Cover war (It Only Takes A Minute von Taveres), half da natürlich nicht. Die Folge: Stress, Isolation – und ein Zusammenbruch, der nach dem Split der Band dazu führte, dass er 13 Monate sein Haus nicht verließ und stark zunahm. „Ich habe den Popstar getötet“, sagte er damals.
Howard Donald war suizidal
Die Auflösung der Band nahm nicht nur Gary Barlow mit. Howard Duck war davon so getroffen, dass er ernsthaft über Selbstmord nachdachte. „Ich war kurz davor, zur Themse zu gehen“, ist er zu hören. „Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, zu springen.“
Robbie Williams wurde nicht gehört
Wir wissen ja alle, wie es gekommen ist: Robbies Ausstieg 1995 bedeutete das vorläufige und jahrelange Ende der Band. Er startete eine Solo-Karriere, die die Erfolge seiner alten Band sehr schnell in den Schatten stellte, während der Rest kaum eine halbwegs anständige eigene Karriere auf die Beine stellen konnte. Die Gründe dafür reichen weit zurück: Schon in ihren frühen Jahren will sich Robbie Williams an Musik und Lyrics beteiligen, wird von Gary Barlow aber immer wieder zurückgewiesen. „Er brachte immer wieder etwas an, das klang wie Oasis, aber ich sagte ihm nur: Mach mal langsam, ich hab doch die Formel.“ Späte Genugtuung für Robbie: Sein neues Album Britpop.
Take That im Circle Store:
Express-Versöhnung
Der Groll saß tief bei Robbie Williams und Gary Barlow. Die Versöhnung gelang dann aber erstaunlich schnell: Vor ihrer Reunion 2010, die mit Progress die meistverkaufte UK-Platte in diesem Jahr im Schlepptau hatte, setzten sich Williams und Barlow zusammen. Die große Aussprache dauerte dann nicht mal eine halbe Stunde. „In etwa 25 Minuten hatten wir Dinge geklärt, die uns seit Jahren beschäftigten, und es fühlte sich an, als könnten wir danach weitermachen“, sagt Barlow in der Doku. Scheint bis heute zu halten: Erst für Williams’ neuen Song Morrissey haben die beiden wieder zusammengearbeitet.
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
Das Comeback in den frühen Zweitausendern klappte dann sogar ohne Robbie Williams und neue Musik. Dafür mit einem völlig neuen Mindset: Jason Orange bestand darauf, dass die Band ihren ehemaligen Manager Nigel Martin-Smith entließ – mit der Begründung, er habe den Mitgliedern das Gefühl gegeben, „wertlos“ und „unsicher“ zu sein, während er immer nur Barlow protegierte. Er sagte es dem Manager sogar selbst. Gleichzeitig räumt Barlow in der Doku ein, dass er seine Bandkollegen während ihrer ersten Erfolgswelle als minderwertige Partner behandelt hatte. „In den Neunzigern habe ich mich nicht wirklich um andere gekümmert“, sagt er. „Damals war ich ein ganz anderer Mensch, sehr dickhäutig und unglaublich ehrgeizig.“ Als Orange vorschlug, alle zukünftigen Tantiemen der Band aufzuteilen, wurden Take That endlich zu einer Gruppe von Gleichberechtigten.