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Es war abzusehen, aber traurig ist es trotzdem: Jane’s Addiction haben ihr Ende verkündet. Nachdem es vor über einem Jahr bei einem Konzert zwischen den Mitgliedern eskalierte, folgte langer Streit und Unklarheit. Nun gestehen sich Perry Farrell und co. ihre individuellen Fehler ein.
Vor einem Jahr ein großer Streit auf der Bühne, diesen Sommer die Gewissheit, dass es erstmal keine Gigs mehr geben werde, dann ein Rechtsstreit – und nun das offizielle Ende: Die Zeit von Jane’s Addiction ist vorbei. Dass sie sich aufgelöst haben, ließ die Band am Mittwoch auf ihren Social-Media-Kanälen verlauten. Aber die meisten Fans dürfte das nicht überrascht haben.
Differenzen beiseitelegen
In ihrem finalen Statement stellten Jane’s Addiction ein paar Dinge über die Zeit nach dem verhängnisvollen Boston-Konzert im September 2024 klar, bei dem der Sänger Perry Farrell den Gitarristen Dave Navarro auf der Bühne angegriffen hatte: „Nach dieser Show entscheiden wir einseitig, ohne Perrys Zustimmen, dass es am besten wäre, die Tour abzubrechen, und wir trafen inkorrekte Aussagen zu Perrys mentaler Gesundheit. Das bereuen wir.“
Und dann der eindeutige, quasi versöhnliche Abschied: „Heute sind wir hier, um bekanntzugeben, dass wir ein letztes Mal zusammengekommen sind, um unsere Differenzen beiseitezulegen, damit das Erbe von Jane’s Addiction das Werk bleibt, das wir vier gemeinsam geschaffen haben.“ Ab nun werden die Musiker:innen getrennte Wege gehen, um ihre eigenen kreativen Projekte anzugehen. Auf die Zeit mit Jane’s Addiction seien sie dennoch stolz, und nun seien sie gespannt auf die Zukunft.
Perry Farrell entschuldigt sich
Perry Farrell meldete sich nochmal einzeln zu Wort: „Ich habe darüber nachgedacht und weiß, dass ich mich nicht so verhalten habe, wie ich es hätte tun sollen“, schrieb der Jane’s-Addiction-Sänger über die Show in Boston. „Ich entschuldige mich bei unseren Gästen und meinen Bandkollegen dafür, dass ich die Beherrschung verloren und die Show gestört habe.“
Diese verbale und physische Auseinandersetzung auf der Bühne hatte im Juli 2025 sogar dazu geführt, dass die anderen drei Bandmitglieder Klage gegen Farrell eingereicht hatten: unter anderem wegen Körperverletzung und vorsätzlicher Zufügung seelischen Leids. Wiederum hatte Farrell mit einer Klage geantwortet: Mobbing und Belästigung hatte er ihnen vorgeworfen.
Nun zieht Farrell das Fazit: „Mein Ziel war es immer, unserem Publikum die bestmögliche Show zu bieten, etwas Echtes, Ehrliches und Positives. In Boston ist uns das nicht gelungen, und es tut mir aufrichtig leid für alle, die davon betroffen waren.“ Er bedankte sich für den konstanten Support durch die Fans und ließ verlauten, Jane's Addictions Musik und Einfluss bedeuten ihm „mehr als irgendwelche Worte, die ich jemals niederschreiben könnte.“