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Foto: Leon Bennett/Getty Images

Morgan Freeman kündigt erstes Album an: eine Geschichtsstunde der Bluesmusik

Schauspiel-Ikone Morgan Freeman kündigt seine erste Platte für den 7. August an. Auf Morgan Freeman’s Symphonic Blues Experience wird der 89-Jährige gemeinsam mit Blues-Musiker:innen und einem Orchester die Geschichte der Bluesmusik präsentieren. Bei der ersten Single Death Letter Blues handelt es sich um einen Klassiker des Genres.

Im satten Alter von 89 noch ein Debütalbum anzukündigen ist auf jeden Fall ein Powermove. Wer zieht so etwas ab? Morgan Freeman. Die Hollywood-Legende verspricht nun eine Platte namens Morgan Freeman’s Symphonic Blues Experience. Am 7. August soll diese inklusive zwölf Tracks erscheinen.

Erzähler und Geschichtslehrer Morgan Freeman

Der Albumtitel zeigt schon eine Vorahnung des musikalischen Stils des Projekts. Morgan Freeman’s Symphonic Blues Experience soll eine Art historisches Werk des Blues-Genres sein und ein Jahrhundert dieser Musik verarbeiten. Dabei halfen dem Schauspieler verschiedene Blues-Musiker:innen wie Taj Mahal und Keb‘ Mo‘ sowie ein Orchester. Freeman selbst fungiert in den Songs eher wie ein Erzähler, der die Hörer:innen durch die Musikgeschichte geleitet. Aufgenommen wurde an zwei legendären Orten: die Royal Studios in Tennessee und Abbey Road in London.

Warum hat ihm ausgerechnet der Blues es so angetan? Das hat persönliche Hintergründe, erklärt Morgan Freeman in einem Pressestatement: „Ich hörte den Blues zum ersten Mal auf der Veranda meiner Großmutter im Mississippi-Delta, und er hat mich nie mehr losgelassen.“

Bewusstes Erinnern an die Geschichte der Sklaven

Mit der ersten Single, Death Letter Blues, kann man sich eine Vorstellung dieses Albumkonzepts machen. Den Blues-Klassiker interpretiert Morgan Freeman hier mit Taj Mahal, der Gitarre und Gesang übernimmt. Der Song sei ein perfekter Einstieg ins Album, sagt Freeman; und auch Produzent Eric Meier nennt Death Letter Blues (ursprünglich von Son House) „eines der rohesten, ehrlichsten Stücke im American Songbook“.

Bewusst geplant ist auch das Datum, an dem Morgan Freeman sein Album ankündigte und die Single veröffentlichte: der 19. Juni, auch als Juneteenth bekannt, ein Feiertag, der an die Sklavenbefreiung in den USA erinnert. „Das an Juneteenth zu veröffentlichen ist nicht nur symbolisch – es spiegelt die Wahrheit darüber wider, woher diese Musik stammt und wer sie geschaffen hat“, so Freeman. „Ich hoffe, die Menschen hören zu und erinnern sich.“

Eine US-Tour mit drei Stopps wird der 89-Jährige dieses Jahr auch noch bestreiten. Über Termine in anderen Kontinenten ist bislang nichts bekannt. Aber Morgan Freeman ist selbst noch busy genug: Nebenbei spielt er in der Paramount+-Serie Lioness mit und war vor kurzem Erzähler bei der Netflix-Show The Dinosaurs.

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