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Self Titled heißt das fünfte Album von Kae Tempest, das am 4. Juli erscheint. Der Titel sagt bereits: Es geht um das Selbst, um die eigene Entwicklung und Reflexion – in poetischen Hip-Hop verpackt.
Eine Reise durch die eigene Vergangenheit
Kae Tempest ist eine der einzigartigsten und wichtigsten Stimmen in der aktuellen Hip-Hop-Landschaft. Seit über zehn Jahren steht Tempest für Poesie, Beobachtungsgabe und Awareness. Mit dem fünften Studioalbum Self Titled stellt Tempest dies erneut unter Beweis. Das Album erscheint am 4. Juli auf Island Records.
Wie der Albumtitel Self Titled andeutet, ist dieses ein persönliches, selbstreflektierendes Werk. Es dreht sich um individuelle Entwicklung und erzählt autobiografische Geschichten aus der Ich-Perspektive. Menschen, Orte und Erfahrungen, die Kae Tempests Weg bis hierhin prägten, werden beleuchtet. Und natürlich fasst Tempest dies, nach zahlreichen selbst geschriebenen Büchern, Theaterstücken und Poesiebänden, in poetische und doch klare Worte.
So behandelt etwa die erste Single des Albums, Statue In The Square Erfahrungen mit Queerfeindlichkeit. Tempest selbst identifiziert sich als nicht-binär und ist eine prominente Stimme der Community. Im finsteren Song wird das Fazit gezogen: „They never wanted people like me round here / But when I'm dead, they'll put my statue in the square“.
Neue Single, alter Sound
Nun erschien die zweite Single, Know Yourself, welche Selbstentwicklung thematisiert. Wie lernt man, sich trotz widriger Umstände selbst zu lieben und den eigenen Weg zu gehen? Man hört im Song ein Sample von Tempest selbst, mit Tempests früherer, noch höherer Stimme – was bereits die eigene Veränderung unterstreicht. Tempest sagt über Know Yourself: „Ich liebe diesen Song. Er samplet eine Zeile, die ich vor Jahren schrieb, wo mein damaliges Ich zu meinem noch jüngeren Ich spricht. Es ist ein Dialog zwischen Ichs im Laufe der Zeit, in Echtzeit. Um es einfacher auszudrücken: Als ich jünger war, suchte ich Hilfe durch mein älteres Selbst. Ich sagte mir: ‚Kenn dich selbst.‘“
Kae Tempest im Circle Store:
Durch die persönliche Zeitreise zollt das Album Kae Tempests Wurzeln im Hip-Hop Tribut. Aber auch vor Pop scheut Tempest sich nicht. Self Titled wurde neben Tempest selbst von Fraser T Smith co-produziert, welcher etwa für seine Arbeit mit Adele oder Stormzy bekannt ist – also genau diesem Spagat zwischen Pop und Hip-Hop. Smith half Tempest dabei, aktiv an der Produktion teilzunehmen und die persönlichen Geschichten aus der Ich-Perspektive zu schreiben.
Als Features sind auf Self Titled Neil Tennant (Pet Shop Boys) und Young Fathers vertreten, neben einigen weiteren Gäst:innen. Dennoch bleibt Self Titled primär Kae Tempests Album – Tempests persönlichstes, verletzlichstes und intimstes bisher.