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Foto: Kevin Mazur/Getty Images

Diese Sabrina-Carpenter-Features solltest du kennen

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Sie ist einer der Popstars der Stunde – und sie scheut sich nicht, andere Popstar-Kolleg:innen zu großen Kollabos zu laden. Sabrina Carpenter hat sich innerhalb weniger Jahre vom Disney-Channel-Nachwuchs zur Bühnenpartnerin von Madonna, Stevie Nicks und Dolly Parton hochgespielt. Bemerkenswert dabei ist nicht die Prominenz der Namen, sondern die Konsequenz: Carpenter sucht keine Feature-Gefälligkeiten, sondern Begegnungen, in denen tatsächlich etwas zwischen den Stimmen passiert. Manchmal auf der Festivalbühne, manchmal in einem schwarzweißen Pickup-Truck, manchmal im Temple of Dendur des Metropolitan Museum. Eine Auswahl ihrer zehn stärksten Zusammenarbeiten.

1. The Life of a Showgirl – mit Taylor Swift (2025)

Wenn Taylor Swift ihr zwölftes Album mit nur einer einzigen Gastsängerin teilt, ist das ein heftiges Statement. Carpenter ist diese Gastsängerin. Der Titeltrack The Life of a Showgirl ist die Bühne, auf der sich beide treffen: eine Ballade über eine fiktive Figur namens Kitty, die ihr Geld mit Schönheit und Schlagfertigkeit verdient, und über die Leerstellen, die ein solches Leben hinterlässt. Swift produziert mit Max Martin und Shellback im klassischen Mid-Tempo-Pop-Modus, Carpenter steigt nach Swifts Eingangsstrophen ein und übernimmt die Refrains zu zwei Stimmen. Am Ende des Stücks sagt Swift: „Give it up for the band, the dancers, and, of course, Sabrina." Die Bestätigung der Kollaboration im August 2025 hatte Carpenter auf Instagram trocken kommentiert: „I know someone who's freaking out and it's me." 

Hier gibt's die passende Vinyl:

2. Bring Your Love – mit Madonna (2026)

Die Premiere findet auf der Coachella-Bühne statt, Wochenende zwei, Mitte April 2026: Mitten in Carpenters Headliner-Set tritt Madonna durch die Bühnenmitte hervor und debütiert mit ihr ein bis dato unbenanntes Stück. Zwei Wochen später ist es offiziell – Bring Your Love erscheint am 30. April als zweite Vorabauskopplung aus Madonnas kommendem Album Confessions II, dem geistigen Nachfolger von Confessions on a Dance Floor aus dem Jahr 2005. Produziert ist der Track von Madonna gemeinsam mit ihrem langjährigen Kollaborateur Stuart Price; House-Anleihen, Disco-Phrasierung, ein zentrales Mantra: „Bring your love 'cause you cannot shake me." Madonna übernimmt die erste Strophe, Carpenter die zweite, im Refrain treffen sich beide.

3. Landslide – mit Stevie Nicks, Met Gala (2026)

Am 4. Mai 2026, im Temple of Dendur des Metropolitan Museum, sang Carpenter die Fleetwood-Mac-Ballade Landslide mit deren Verfasserin – Stevie Nicks, die 2026 zum ersten Mal überhaupt der Met Gala beiwohnte. Nicks, 77, in glitzerndem schwarzem Kleid, eröffnete den Song allein, akustische Gitarre, kein Schnickschnack. Carpenter, 26, in goldenem Kleid, trat aus dem Dunkel hervor, nahm Nicks an der Hand und übernahm die zweite Strophe: „Oh, mirror in the sky, what is love?" Anschließend blieben beide für Don't Stop Thinking About Tomorrow gemeinsam auf der Bühne. Landslide erschien 1975 auf dem selbstbetitelten Fleetwood-Mac-Album. Nicks schrieb das Stück mit Mitte zwanzig – also genau in dem Alter, in dem Carpenter es jetzt sang.

4. Please Please Please (Remix) – mit Dolly Parton (2025)

Zum Valentinstag 2025 erschien die Deluxe-Edition von Short n' Sweet, und mit ihr eine Country-Western-Neufassung von Carpenters erstem US-Nummer-eins-Hit, jetzt mit Dolly Parton im Duett. Banjo, Akustikgitarre, gebürstete Drums; das Original-Pop-Arrangement weicht einem traditionelleren Country-Idiom. Das Schwarzweiß-Video, von Carpenter und Sean Price Williams co-inszeniert, spielt mit dem Mythos Thelma & Louise: zwei Frauen in einem Pickup, ein gefesselter Mann auf der Ladefläche, Geldscheine, Polizeilichter am Horizont. Parton, die im Original den Kraftausdruck nicht mitsingen wollte, ersetzt ihn durch eine Zeile, die das Stück ironisch entschärft, ohne es zu kastrieren. 

Hier geht's zur passenden Vinyl:

5. What a Girl Wants – mit Christina Aguilera, Spotify Anniversaries Live (2024)

Anlässlich des 25. Jubiläums von Aguileras selbstbetiteltem Debütalbum lud Spotify die Sängerin in seine Studios in Los Angeles. Aguilera holte Carpenter für eine Neuinterpretation von What a Girl Wants dazu, jenem Song, der 1999 ihren zweiten Nummer-eins-Hit darstellte. Carpenter eröffnet das Stück, übernimmt also die Position, die ursprünglich Aguilera gehörte; im Refrain teilen sich beide die Stimmen. Vor der Performance erinnerte sich Carpenter im Gespräch mit Aguilera daran, wie ihre Mutter ihr ein Video der achtjährigen Aguilera zeigte, in dem diese A Sunday Kind of Love sang – das früheste Beispiel dafür, dass Singen für sie überhaupt möglich werden könnte. Die Live-Version ist offiziell als Spotify Anniversaries Edit auf den Streamingplattformen gelandet.  

6. You Need Me Now? – mit girl in red (2024)

Das norwegische Indie-Projekt von Marie Ulven Ringheim alias girl in red veröffentlichte am 22. März 2024 You Need Me Now? als dritte Single zum zweiten Album I'm Doing It Again Baby! – Carpenter ist als Featured Vocalist zu hören. Ein rockig grundiertes Popstück mit Spoken-Bridge, in der girl in red sagt: „You know what would be really fucking cool on this? Sabrina." Genau dann steigt Carpenter ein. Beide Sängerinnen waren zwischen 2023 und 2024 als Vorbands von Taylor Swifts The Eras Tour unterwegs – aus dieser Backstage-Nachbarschaft entstand der Song. 

7. Last Christmas – mit Chappell Roan, A Nonsense Christmas (2024)

Carpenters Netflix-Weihnachtsspecial A Nonsense Christmas erschien am 6. Dezember 2024 unter der Regie von Sam Wrench, der zuvor Taylor Swift: The Eras Tour inszeniert hatte. Den meistdiskutierten Moment lieferte das Duett mit Chappell Roan: eine Version von Whams Last Christmas, das in seiner Originalfassung von 1984 längst zur Pop-Folklore gehört. Carpenter und Roan, 2024 die zwei zentralen weiblichen Pop-Aufsteigerinnen des Jahres, treffen sich hier auf einer Wellenlänge, die sich der reinen Glitter-Logik des Formats verweigert. Roan singt mit der Theatralik, die ihr Album The Rise and Fall of a Midwest Princess prägte; Carpenter hält dagegen mit ironischer Ruhe. Ein Generationsporträt im Festtagsformat.  

8. Santa Baby – mit Shania Twain, A Nonsense Christmas (2024)

Im selben Special führt Carpenter den Auftritt von Shania Twain mit einem Sketch ein: Sie wolle eigentlich nichts vom Weihnachtsmann, außer einem Duett mit Twain. Worauf diese im weißen Glitzerkleid auftritt und beide gemeinsam Eartha Kitts Santa Baby von 1953 singen. Twain, die selbst die Vorlage für gut zwei Generationen Country-Pop-Sängerinnen geliefert hat, kommentierte den Dreh später trocken: Sie habe das gesamte Set lachend verbracht. Die Performance ist textlich nichts, was umgeschrieben werden müsste – aber Twains kontrolliertes Country-Vibrato und Carpenters helle Phrasierung erzeugen eine Reibung, die das Stück aus seiner Cocktail-Routine herauslöst. 

9. These Boots Are Made for Walkin' – mit Kacey Musgraves, Outside Lands (2024)

Am 10. August 2024 spielte Carpenter beim Outside Lands Festival in San Francisco. Mitten im Set kündigte sie einen Gast an, den sie nicht namentlich nannte: „She won't come out though, unless you're very loud." Dann betrat Kacey Musgraves die Bühne, beide sangen den Nancy-Sinatra-Klassiker These Boots Are Made for Walkin' von 1966 – Carpenter mit Tamburin in der Hand. Es war eines der frühen Statements ihrer wachsenden Affinität zur Country-Welt, die sich später in Songs wie Slim Pickins und im Parton-Duett verfestigen sollte. Musgraves, drei Grammys schwer, und Carpenter, damals noch ohne ihren ersten Nummer-eins-Hit in den USA, klangen nicht wie Mentorin und Schülerin, sondern wie zwei Komplizinnen.  

10. On My Way – mit Alan Walker und Farruko (2019)

Bevor Carpenter zur Pop-Hauptfigur wurde, war sie Featured Vocalist auf einer der größten EDM-Crossover-Singles der späten Zehnerjahre. On My Way erschien am 21. März 2019 als Kollaboration mit dem norwegischen Produzenten Alan Walker und dem puerto-ricanischen Reggaetón-Sänger Farruko – ein mehrsprachiges, in Englisch und Spanisch geführtes Stück, das ursprünglich als offizieller Soundtrack zum Mobile-Game PUBG in Auftrag gegeben wurde. Walkers signalrote Synth-Linien, Farrukos Reggaetón-Phrasierung und Carpenters helle, klare Stimme: ein Genre-Mix, der heute den Kontrast zu ihrem aktuellen Sound besonders deutlich macht. Über 555 Millionen Aufrufe des offiziellen Videos: Carpenters frühester globaler Streaming-Hit, bevor Espresso überhaupt geschrieben war.

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