{ $store.headerGroupManager.updateMeasurements() })" :class="{ '' : searchBarOpen , 'hidden' : !searchBarOpen }"
@keydown.escape="searchBarOpen = false; $nextTick(() => { $store.headerGroupManager.updateMeasurements(); setTimeout(() => $refs.searchToggle.focus({ focusVisible: true }), 10) })"
id="header-search-dropdown"
>
„I’m like a biiird“ – Wer vor 1995 zur Welt kam, dürfte sofort die ikonische Gute-Laune-Melodie zu dieser Zeile im Kopf haben. Mit ihrer Debütsingle gelingt Nelly Furtado im September 2000 aus dem Stand der große Durchbruch – wobei das so nicht stimmt: Sie ist damals schon seit fast 20 Jahren Musikerin.
Als Nelly Kim Furtado am 25. September 2000 ihre Debütsingle I’m Like A Bird veröffentlicht, wird sie über Nacht zum Star. Über Nacht? Nicht ganz. Schon mit vier steht die Kanadierin gemeinsam mit ihrer portugiesischen Mutter auf der Bühne ihrer Kirchengemeinde und singt Canção do Mar von Amália Rodrigues, ein Fado-Stück. Mama Furtado ist es wichtig, dass ihre Kinder nicht nur Englisch lernen, sondern auch die Sprache ihrer Vorfahren von der Azoren-Insel São Miguel.
Nach diesem ersten Auftritt, ist die kleine Nelly der Musik verfallen. „Mit neun Jahren habe ich angefangen, Cavaquinho zu spielen [ein viersaitiges Zupfinstrument aus Portugal – Anm. d. Aut.]“, erklärt sie im Interview mit Netparque.pt. „Mit elf lernte ich Posaune, später spielte ich in der Jazzband an meiner Schule und der Marschkapelle unserer Gemeinde.“ Man kann also mit Fug und Recht behaupten: Nelly Furtado hat das Musizieren von der Pike auf gelernt. Ihr Erfolg über Nacht ist also nur die halbe Wahrheit.
I'm Like A Bird: Nelly Furtado stellt sich der Musikwelt vor
Auf die Idee zu I’m Like A Bird kommt Furtado in den Oakwood Suites in West Hollywood – einem Apartmentkomplex, der dafür bekannt ist, dass dort die Träume junger Künstler:innen an der Westküste zerschellen. Doch für Furtado läuft es anders: Sie arbeitet mit den beiden Produzenten Gerald Eaton und Brian West an ihrem Debütalbum Whoa, Nelly! – und obwohl sie sich damals einsam fühlt, ist sie sich sicher, mit ihrer Musik erfolgreich werden zu können.
Hier gibt's Nelly Furtados Debüt auf Vinyl:
Genau darum geht es auch in I’m Like A Bird: um eine Frau, die einem Mann sagt, dass sie ihn liebt, aber andere Pläne hat, auf die sie sich konzentrieren möchte. „Ich glaube, dass der Song deshalb so erfolgreich war“, verrät Furtado in einem Interview in der Zach Sang Show. „Nach dem Motto: ‚Du bist wunderbar, aber ich habe was anderes vor, außerhalb einer Beziehung.‘“ Mit der Botschaft trifft die Sängerin einen Nerv – und darf sich wenig später über große Erfolge freuen.
Schon die erste Single wird zum Hit
Nicht nur, dass Furtado mit I’m Like A Bird in den Top Ten der US-Singlecharts landet. Nein, ihr gelingt mit der Nummer noch viel mehr. „Ich habe den Song in Karaokebars gehört und von Coverbands“, berichtet sie 2006 in einem Interview mit dailymusicguide. „Ich dachte: ‚Wow, jetzt habe ich einen dieser Songs.‘“ Jemand habe I’m Like A Bird einmal als „Haarbürsten-Lied“ bezeichnet, das junge Mädchen mit einer Haarbürste vor dem Spiegel singen. „Darüber bin ich sehr glücklich und er bezahlt die Rechnungen!“
Ein noch größerer Erfolg gelingt der kanadischen Sängerin anderthalb Jahre später bei den Grammys. Sie erhält für I’m Like A Bird Nominierungen in den Kategorien „Song Of The Year“ und „Best Female Pop Vocal Performance“ – und darf in letzterer sogar die Trophäe mit nach Hause nehmen. Ein Grammy für die Debütsingle? Das muss man auch erstmal bringen. Für Nelly Furtado ist es der Beginn ihrer jahrzehntelangen Karriere, die noch heute andauert – mehr als 40 Jahre nach ihrem ersten Auftritt.