„superHuman“: Audrey Nunas erster Schritt nach dem Hype „KPop Demon Hunters“

Audrey Nuna
Foto: Universal Music
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Dass wir große Fans des Films KPop Demon Hunters sind, ist ja kein Geheimnis. Schon damals fanden wir: „Der Soundtrack ist besser als so manches K-Pop-Album.

Der schönste Effekt des unglaublichen Hypes um den Film und den Soundtrack bleibt aber, dass die Welt dadurch endlich die schon vorher ziemlich einzigartigen Musikerinnen Ejae, Rei Ami und eben Audrey Nuna kennengelernt hat. Letztgenannte spielt die toughe Mira, die mit „fit check for my napalm era“ auch eine der ikonischsten Lines im ganzen Film rappt. 

Ein „Alt all-around girlie“

In einem aktuellen Interview mit einem Radiosender aus Iowa sagte Audrey: „Ich liebe es, wenn mir junge Mädchen erzählen, dass Mira ihr Lieblingscharakter ist.“ Dann wisse sie: Denen geht es gut. „Das sind Mädchen, die wissen, dass es okay ist aufzufallen und sein eigenes Ding zu machen.“

Das trifft die Karriere der in New Jersey aufgewachsenen US-Koreanerin ziemlich gut: Audrey Nuna hatte schon immer einen krassen eigenen Style und weigerte sich, Platz in nur einer Genre-Schublade zu finden. Auf ihren von der Kritik gefeierten Alben a liquid breakfast (2021) und TRENCH (2024) verschmelzen Alt-Pop, R&B und Rap – oder krachen ineinander. Im bereits erwähnten Radiointerview sagt sie amüsiert dazu: „Alt-Pop, Alt-R&B … du kannst mich am besten ein ‘Alt all-around Girlie’ nennen.“

Hol dir den Soundtrack von KPop Demon Hunters nach Hause:

Was viele dabei nicht wissen: KPop Demon Hunters war nicht ihr erster Soundtrack-Beitrag. Mit NIKI zusammen lieferte sie schon den atemlosen Rap-Track Clocked Out!, der auf dem Soundtrack zum Marvel-Film Shang Shang-Chi And The Legend Of The Ten Rings zu hören ist. 

superHuman und das Game Valorant

Aber genug der Vorgeschichte: Audrey Nuna ist zurück. Mit der ersten Single seit dem Hype um die Dämonenjägerinnen. Man munkelt auch, dass sie an einem Album arbeitet, aber das wurde bisher weder dementiert noch bestätigt.

Der neue Track heißt superHuman und ist ein perfekt produzierter, nur zwei Minunten und 41 Sekunden langer Electro-Rap-Banger mit einem Killer-Refrain und einem wunderschön gesungenen Pop-Intermezzo im letzten Drittel. Pre-Chorus und Chorus klingen dabei wie eine Ansage: „Hey, world / Hit me with whatever you got / I'm ready for the skies to drop / Hey, I just wanna feel it now (Let's go, let's go).“ Und dann: „I'm on my superhuman shit, superhuman shit / S-s-s-superhuman shit, superhuman shit / S-s-s-supersonic, go bionic / No, I ain't your trending topic, I'm philharmonic / Okay.“

Der Song ist interessanterweise schon wieder eine Zusammenarbeit mit einem Entertainmentprodukt. Nur dass es sich diesmal nicht um einen Film handelt, sondern um das Ego-Shooter-Game Valorant von der Gaming-Schmiede Riot Games. Wer das noch nicht weiß: Valorant ist eines jener Games, die im E-Sport groß sind. superHuman ist dabei der Titelsong der „2026 Valorant Champions Tour Pacific“ im südkoreanischen Busan.

Eine Brücke zwischen zwei Karriere-Abschnitten

Produziert wurde der Track von Cirkut, dem kanadischen Produzenten und Songwriter, der schon an Hits von Britney Spears, Rihanna, The Weeknd, Flo Rida, Pitbull und Ava Max beteiligt war. Den Kolleg:innen von Billboard erzählte Audrey dazu: „SuperHuman habe ich in meiner zweiten Session mit Cirkut aufgenommen. Der Song entstand zu einer Zeit, als das ganze KPop Demon Hunters-Zeug völlig durch die Decken ging.“

Inhaltlich sagte sie über das Lied: „Ich wollte diese Sehnsucht, trotz allem menschlich zu bleiben, veranschaulichen. Ich möchte den Menschen helfen, sich daran zu erinnern, dass unsere wichtigste Eigenschaft und unsere größte Superkraft darin besteht, menschlich zu sein.“ Das ist eine erstaunliche und schöne Message für einen Song, der mit einem Videogame verbunden ist. 

Mit dem Lied wolle sie eine Brücke schlagen in ein neues Kapitel ihrer Karriere, deshalb habe er die dissonante, „lärmende Energie ihres Trench-Albums“ und zugleich „die Pop-Sensibilität, die mich nach der Arbeit an KPop Demon Hunters so inspiriert hat.“

Über den neuen Fokus auf sie und ihre Karriere sagte Audrey gegenüber Billboard: „Es ist schon seltsam, wenn man als 19-Jährige, die Alternative-Musik macht, Teil eines Projekts wird, das kommerziell gesehen zum größten Erfolg deiner Karriere wird und die Menschen dazu bringt, sich auf eine Weise – und durch eine Figur – in deine Stimme zu verlieben, die du nie erwartet hättest.“

Aber, und das ist wohl das Schlaueste, das man in ihrer Position machen kann: „Ich fühle mich der Figur Mira so sehr verbunden. Wir sind uns so ähnlich, und ich liebe und schätze sie als Figur wirklich sehr – aber gleichzeitig bin ich nicht Mira, und wir sind nicht ein und dieselbe Person. Ich hoffe, dass SuperHuman eine Brücke schlägt, damit die Menschen das, womit sie sich in der Stimme der Figur verbunden fühlen, mit dem verbinden können, was ich als meine eigene Person zu sagen habe.“

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