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Macklemore: „Free Palestine“ bei ersten Post-Sheeran-Konzert
Macklemore hat seinen ersten Konzertauftritt seit dem Ausschluss von Ed Sheerans Nordamerika-Tour für eine erneute Solidaritätsbekundung mit Palästina genutzt. Am Donnerstag spielte der Rapper im Red Rocks Amphitheatre in Colorado. Während seines Sets sprach er auch über den Sudan, den Kongo und Menschen in den USA, die sich vor der Einwanderungsbehörde ICE fürchten.
Was Macklemore in Red Rocks sagte
Zwischen den insgesamt 17 Songs richtete Macklemore sich direkt an die Zuschauer: „Ein Mensch zu sein ist in diesem Moment nicht kompliziert. Das ist nicht politisch. Es ist menschlich, ein Herz zu haben, anderen beim Leiden zuzusehen und zu sagen: Nicht mehr. Also sage ich: Free Palestine.“ Dabei beließ er es nicht. „Ich sage: Free Sudan. Free Kongo, Libanon, Haiti, und für all die Menschen in Amerika, die von ICE betroffen sind und Angst haben, ihr Haus zu verlassen.“ Seine Ansprache schloss er mit dem Satz: „Die Botschaft wird immer Liebe sein.“
Warum Macklemore gehen musste
Der Konflikt um seine Teilnahme an Sheerans Tour hatte im September im MetLife Stadium in New Jersey begonnen. Macklemore sagte dort ebenfalls „Free Palestine“ und spielte Hind’s Hall, seinen 2024 veröffentlichten Protestsong, begleitet von Aufnahmen aus Gaza. Anschließend wollte Robert Kraft, Eigentümer des Gillette Stadium, den Rapper bei den Konzerten in seiner Spielstätte nicht auftreten lassen. Sheeran erklärte später, Veranstalter und Spielstätten hätten die Entscheidung getroffen, nicht er selbst. Er respektiere Macklemores Position, bevorzuge persönlich aber einen diplomatischen Ansatz. Kraft kündigte im selben Monat an, zwei Millionen Dollar für humanitäre Hilfe in der Region bereitzustellen.
Was Macklemore seitdem gemacht hat
Nach Macklemores Ausschluss sagten auch Finneas, Aaron Rowe und Lukas Graham ihre Auftritte ab. Beoga, die Sheeran als Begleitband unterstützten, zogen sich ebenfalls zurück. Macklemore spendete seine gesamten Einnahmen aus der Tour: Eine Million Dollar ging an sechs Organisationen, die Palästinenserinnen und Palästinenser unterstützen. Nun plant er eigene Konzerte unter dem Namen Free Palestine Tour in Großbritannien und Europa; der Auftritt in Dublin ist bereits ausverkauft. Öffentlich erhielt er Zuspruch von Tom Morello. Lorde zeigte sich unterdessen bei einem Auftritt in einer Jacke mit der Aufschrift „Free Palestine“.