Mastodon werden von Brent Hinds' Nachlass verklagt

Mastodon werden von Brent Hinds' Nachlass verklagt
Katja Ogrin/Getty Images

Der Nachlass von Brent Hinds hat Mastodon und die drei verbliebenen Bandmitglieder verklagt. Die am 3. September beim Fulton County Court in Atlanta eingereichte Zivilklage richtet sich gegen Troy Sanders, Bill Kelliher und Brann Dailor. Das Atlanta Journal-Constitution machte das Verfahren öffentlich.

Mastodon: Hintergrund der Klage

Im Mittelpunkt stehen Hinds’ Anteile an Mastodon und mehreren mit der Band verbundenen Unternehmen. Daneben geht es um die Verwendung seines Bildes auf dem Cover des Albums Marrow Deep und um persönliche Aussagen in einer begleitenden Dokumentation.

Nach Darstellung der Klägerseite war Hinds zum Zeitpunkt seines Todes weiterhin an mehreren Bandfirmen beteiligt. Eine Vereinbarung, mit der sein Ausstieg und die Auszahlung seiner Anteile geregelt werden sollten, habe er nie unterschrieben. Nach seinem Tod stellte die Band demnach einen Scheck über 80.000 Dollar aus. Der Betrag sollte seine Beteiligungen pauschal abgelten. Eine nachvollziehbare Berechnung sei jedoch nicht vorgelegt worden. Der Nachlass löste den Scheck deshalb nicht ein und verlangt nun eine vollständige Abrechnung der Vermögenswerte und Geschäftsanteile.

Mastodon: Nachlass übt Kritik

Ein weiterer Teil der Klage betrifft Marrow Deep. Das im August erschienene neunte Studioalbum ist die erste Mastodon-Platte ohne Hinds. Auf dem Cover sind drei Schicksalsgöttinnen zu sehen, in deren Kleidung sich Gesichter und Schädel verbergen.

Eines dieser Motive zeigt nach Auffassung des Nachlass von Hinds. Die Beklagten hätten „ein wiedererkennbares Bild von Brent auf dem Cover platziert“ und es anschließend zur Vermarktung von Alben, Downloads, Streams und Merchandise verwendet. Hinds selbst war musikalisch nicht an der Platte beteiligt. Mastodon bestreiten, mit böser Absicht gehandelt zu haben. Die Band kündigte an, sich entschieden gegen die aus ihrer Sicht unbegründete Klage zu verteidigen. Aus Respekt vor Hinds’ Andenken und seinem musikalischen Vermächtnis wolle sie sich darüber hinaus nicht öffentlich zu dem Verfahren äußern.

Kritik übt der Nachlass auch an dem 35-minütigen Film The Mastodon in the Room, mit dem die Band das Album vorstellte. Darin sprechen Dailor, Sanders und Kelliher über Hinds’ Tod und ihre gemeinsame Vergangenheit. Laut Klage machten sie dabei Informationen aus Hinds’ Privatleben öffentlich, die ihnen im Vertrauen mitgeteilt worden seien. Der Musiker selbst habe diese Einzelheiten zu Lebzeiten nicht publik gemacht.


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