Rush: Geddy Lee und Alex Lifeson ehren Neil Peart in Toronto

Alex Lifeson und Geddy Lee scherzen
Jeremy Chan/Getty Images

Geddy Lee und Alex Lifeson von Rush haben am Mittwochabend im Princess of Wales Theatre in Toronto die Weltpremiere von Neil Peart: No One’s Disciple eröffnet. Der Film über den 2020 gestorbenen Rush-Schlagzeuger lief beim Toronto International Film Festival, am 23. September zeigt ihn der kanadische Sender CBC in der Reihe The Passionate Eye.

Rush: Geddy Lee und Alex Lifeson begeistert

Lee wandte sich vor der Vorführung an die Fans von Rush im Publikum. „Heute Abend werdet ihr einen sehr interessanten Blick auf diesen Mann werfen, von dem ihr glaubt, ihn zu kennen“, sagte er. „Und ihr werdet die Tiefe seines musikalischen Vermächtnisses sehen, und ihr werdet etwas über Freundschaft lernen und darüber, wie sie in beide Richtungen läuft, zwischen den Menschen, die er in der Schlagzeuger-Gemeinde liebte, und wie sie ihn zurückliebten.“

Gefragt, was Neil Peart selbst von dem Abend gehalten hätte, antwortete Lifeson: „Ich glaube, es wäre ihm ein bisschen peinlich. Er mochte es nicht, viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber gleichzeitig glaube ich, er wäre sehr respektvoll und würde sich über all die Reaktionen und Kommentare seiner Freund:innen sehr freuen.“ Lee ergänzte: „Er war ein Drittel dieser Band. Wir haben zusammen gearbeitet, zusammen geschwitzt, sind zusammen gescheitert, haben zusammen triumphiert. Er brachte enorm viel Intelligenz, Talent, ein gutes Wesen und Humor in unsere Band ein.“

Rush: Vier Schlagzeuger übernehmen Neil Pearts Platz

Regie führten Scot McFadyen und Sam Dunn, die 2010 bereits Rush: Beyond the Lighted Stage verantworteten. Für den 96 Minuten langen Film spielten Lee und Lifeson Rush-Klassiker im Proberaum neu ein, hinter dem Schlagzeug saßen dabei Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers, Stewart Copeland von The Police, Danny Carey von Tool und Gavin Harrison von Porcupine Tree und King Crimson. Smith stand bei der Premiere mit auf der Bühne.

Parallel läuft die Fifty Something-Tour, die erste mit der erweiterten Besetzung um Schlagzeugerin Anika Nilles und Keyboarder Loren Gold. „Die Tour ist in Ordnung. Es ist eine andere Tour“, sagt Lifeson dazu. „Wir haben ein paar Momente in der Show, in denen wir Neil würdigen. Wir denken die ganze Zeit an ihn. Geddy spricht während der ganzen Show über ihn, er ist also immer bei uns. Aber es ist jetzt eine andere Sache. Wir gehen weiter und haben eine andere Aufstellung. Und alles ist eine Feier seines Lebens und all dessen, was er uns gegeben hat.“

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