Newcomerin Melanie Baker lacht allen Zweifelnden ins Gesicht: „HAHA!“

Melanie Baker geht auf ihr neues Album zu
Foto: Ellen Dixon

Melanie Baker ist längst kein Geheimtipp mehr und HAHA! – die neue Single – zeigt, mit wie viel Spaß und Willensstärke sie ihrem Debütalbum entgegengeht. Dabei klingt sie wie ein Mix aus The Last Dinner Party und Phoebe Bridgers.

Melanie Baker hat sich auf Slacker-Pop mit verzogenen Riffs spezialisiert und hat sich als großartige Songwriterin mit viel Witz bewiesen. Mit einer halligen E-Gitarre um den Hals hat die Musikerin aus Newcastle bereits mit mehreren Singles für Schlagzeilen gesorgt. Mit HaHa! geht es nun mit zynischem Augenzwinkern auf das hochantizipierte Debütalbum zu. Der Song ist besonders extravagant und kokettiert mit dem theatralen Stil, den The Last Dinner Party in den letzten Jahren etabliert haben. 

Das Lachen von Melanie Baker klingt zuweilen wie ein verzweifelter Hilfeschrei. Es ist ein Lachen, das sich über alle Erwartungen hinwegsetzt, und Baker taucht mit dieser verspielten und selbstbewussten Indie-Rock-Single tiefer in den charakteristischen Stil ein. Schon in Sad Clown und Bored bewies Melanie Baker wie pointiert ihre Texte daherkommen und dass ihre magnetische Stimme am liebsten trockenen Humor vorträgt.

Melanie Baker lacht sich frei

Im Vorfeld der Veröffentlichung ihrer Single erklärte Melanie Baker: „Ich versuche nicht mehr, gemocht zu werden. Dieser Song ist buchstäblich mein Lachen ins Gesicht meiner Unterdrücker:innen. Es ist ein Stinkefinger gegenüber allen, die versuchen, dir das Recht zu verweigern, du selbst zu sein. Ich habe so viel Freiheit und Befreiung gefunden, indem ich mir erlaubt habe, albern zu sein und wieder Spaß zu haben, obwohl ich in einer Welt lebe, die queere Freude immer noch nicht akzeptieren will.“ Sie erklärt, sie habe Freiheit darin gefunden, Kapitalismus in einer eigenen, kleinen Weise abzulehnen und nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben. 

„Ich habe aufgehört, immer groß, mutig und stark sein zu wollen. Ich habe aufgehört, meine eigenen Emotionen und Ängste zu verbergen, und habe mir erlaubt, alles zu fühlen. Plötzlich, nach vielen Jahren, in denen ich nicht wusste, wer ich war, hatte ich das Gefühl, in den Spiegel zu schauen und mich zum ersten Mal zu sehen“, berichtet Melanie Baker voller Elan. 

Am 10. April wird das Album mit dem Meme-artigen Titel Somebody Help Me, I’m Being Spontaneous! erscheinen und bringt damit Slacker-Rock, Pop, Riot Grrrl und Indie zusammen. Bakers Abfolge von ausgelassenen Refrains, knackigen Intros und gewaltigen Brücken fügt sich zu einer perfekten Einheit zusammen. Dabei hat sie bewiesen, dass sie sowohl Inspiration in Phoebe Bridgers (zum Beispiel auf Waiting List) als auch in den Gitarrenriffs von Maximo Park findet. Mit Letzteren war Melanie Baker bereits auf Tour, nun geht sie ihre eigenen Wege.

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