Sam Fender streicht teure Front-of-Stage-Tickets

Sam Fender
Foto: Kieran Frost/Redferns

Sam Fender reagiert auf die hohen Ticketpreise seiner Stadiontour 2027 in Großbritannien. Der Musiker schafft die teureren Front-Stehplätze ab und setzt auf ein einheitliches Stehplatzmodell. Die Preise sollen sich stärker an den tatsächlichen Veranstaltungskosten orientieren.

Sam Fender ist mit den Ticketpreisen für seine geplante Stadiontour im Juni 2027 unzufrieden und zieht Konsequenzen. Nachdem bereits Fans die Kosten für die kommenden Konzerte kritisiert hatten, kündigte der britische Musiker am Samstag, dem 24. Oktober, auf Instagram Änderungen an. Besonders die Aufteilung des Innenraums in unterschiedlich teure Stehplatzbereiche stößt bei ihm auf Ablehnung.

„Ich bin mit diesen Preisen nicht zufrieden, sie werden geändert“, schrieb Fender. Die Ticketpreise seien deutlich stärker gestiegen, als er sich das vorgestellt habe. Preissteigerungen sollten sich seiner Ansicht nach ausschließlich an den Kosten orientieren, die für die Durchführung der Shows tatsächlich anfallen.

Keine Premiumplätze gegen Aufpreis

Am Sonntag präsentierte der Musiker schließlich die überarbeiteten Ticketkategorien. Die Front-of-Stage-Tickets wurden für die britischen Stadionkonzerte gestrichen. Wer einen Stehplatz kauft, hat damit grundsätzlich die gleiche Chance, sich vorne vor der Bühne zu positionieren. Auch Stehplatztickets für 120 Pfund soll es nicht mehr geben. „Die Stehplätze werden ebenfalls nicht mehr aufgeteilt. Davon wusste ich überhaupt nichts. Ich habe keine Ahnung, wie sich das bei Konzerten als normal etablieren konnte. Das ist völliger Schwachsinn und wird es auf dieser Tour nicht geben“, erklärte Fender dazu.

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Was die Tickets jetzt kosten

Die allgemeinen Stehplatzkarten sollen künftig bei 85 Pfund beginnen. Sitzplatztickets kosten je nach Lage 55, 75 oder 95 Pfund. Gebühren für Veranstaltungsorte und Ticketanbieter kommen hinzu. Außerdem fließt pro Ticket ein Pfund an den LIVE Trust Fund, der kleinere Konzertveranstaltungsorte in Großbritannien unterstützt.

Fender räumte zugleich ein, dass die Kosten für große Produktionen in den vergangenen zwei Jahren erheblich gestiegen seien. Auf Gebühren der Veranstaltungsorte und Ticketplattformen habe er keinen direkten Einfluss.

Teure Shows häufen sich

Die Tour führt Fender im Juni 2027 nach Newcastle, Manchester, Cardiff und Edinburgh sowie für zwei Abende ins Londoner Wembley-Stadion. Der Vorverkauf beginnt am 28. Oktober um 9.30 Uhr britischer Zeit, der reguläre Verkauf folgt am 31. Oktober.

Dass Fender die Preisgestaltung seiner eigenen Tour öffentlich kritisiert und Änderungen durchsetzt, verdeutlicht, wie schwierig leistbar Konzerttickets im Stadiongeschäft geworden sind. Sein Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der insbesondere die Preise für große Konzerte zunehmend in der Kritik stehen, während kleinere Shows und Veranstaltungsorte weiterhin um ihre Existenz kämpfen und zeigt: Vor allem große Künstler:innen haben eben doch etwas an ihren Preisen mitzureden.

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