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Foto: STR/NurPhoto via Getty Images

Neu beim ESC: Kanada nimmt ab 2027 am Eurovision Song Contest teil

2027 wird Kanada zum ersten Mal am Eurovision Song Contest in Sofia, Bulgarien, teilnehmen. Es ist der erste Neuzugang des ESC seit 2015. Mit Céline Dion und anderen wurden in der Vergangenheit aber schon öfters Kanadier:innen für andere Länder zum ESC geschickt.

Nicht das erste nicht-europäische Land beim ESC

Der Name Eurovision und dessen Konzept stammt zwar aus Europa, aber der ESC ist schon lange nicht mehr rein europäisch. So treten beispielsweise Länder wie Australien, Aserbaidschan oder Israel schon lange beim Wettbewerb an. Kanada wird nun ebenfalls Teil der ESC-Länder und wird 2027 in Sofia, Bulgarien, zum ersten Mal teilnehmen.

Das verkündete die European Broadcasting Union (EBU), die hinter dem ESC steht, passenderweise am 1. Juli, also Kanadas Nationalfeiertag. Damit wird Kanada der erste Neuzugang beim ESC seit 2015, als Australien hinzukam. Schon seit 1950 galt Kanada als außerordentliches Mitglied der EBU, nun wurde das Land zum vollwertigen Mitglied gewählt.

Marie-Philippe Bouchard von der kanadischen Rundfunkgesellschaft CBC/Radio-Canada freut sich, „das größte Musik-Event der Welt zu den Kanadier:innen zu bringen. Unsere Teilnahme am Eurovision Song Contest, die im kommenden Jahr in Bulgarien beginnt, bietet kanadischen Talenten die Möglichkeit, sich auf einer der traditionsreichsten Musikbühnen der Welt zu präsentieren. Zudem können Fans in Kanada den Wettbewerb weiterhin verfolgen und abstimmen, wie sie es schon in den vergangenen Jahren getan haben, nun jedoch mit der zusätzlichen Begeisterung, ihr eigenes Land auf der Eurovision-Bühne vertreten zu sehen.“

Kanadas Rolle in vergangenen Ausgaben

Kanada hat auch in der ESC-Vergangenheit schon eine Rolle gespielt. So stammte nämlich Céline Dion, eine der bekanntesten Gewinnerinnen des Wettbewerbs, aus Kanada. 1988 trat sie damals aber für die Schweiz an, weil die Schweiz damals keine geeigneten Talente in ihrem Land fand. Die Künstler:innen müssen beim Eurovision Song Contest tatsächlich gemäß der Regeln nicht die Nationalität des Landes haben, das sie vertreten. Céline Dion brachte das damals den Durchbruch und der Schweiz den Sieg.


Fünf Jahre später ließ die Schweiz wieder eine Kanadierin für sich antreten: Annie Cotton wurde 1993 zum ESC geschickt. Auch Luxemburg, Frankreich oder Griechenland haben sich schon Sänger:innen aus Kanada für den ESC geliehen. Natasha St-Pier ist ein weiteres berühmtes Beispiel, sie trat 2001 für Frankreich an.

Kanada hat sich seine Teilnahme also redlich verdient. Martin Green, Produzent des ESC, nannte diese Neuigkeit „ein weiteres Zeichen dafür, dass der Wettbewerb, wenngleich in Europa entstanden, weiterhin der Welt offensteht.“

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