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Gerade in schnelllebigen Zeiten wie dem Jahr 2026 nimmt man sich für ein Hobby wie das Sammeln und Hören von Schallplatten gerne Zeit. Man sollte sich dabei also auch die Zeit nehmen, auf gewisse Dinge zu achten. Denn man kann einige kleine Sachen falsch machen, die den Platten, dem Klang oder dem Equipment nicht gut tun. Die folgende Liste beginnt daher mit einfachem Grundwissen und widmet sich gegen Ende Vinyl-Fehlern, die selbst vielen erfahrenen Sammler:innen passieren.
Fehler 1: Platten falsch anfassen
Mal etwas ganz Grundlegendes: Niemals auf die Plattenoberfläche tatschen, egal wie sauber die Hände sein mögen! An den Fingern werden zumindest zu irgendeinem Ausmaß trotzdem Fett, Schweiß, Staub, Wasser oder – Gott bewahre – Essensreste kleben und damit kann Vinyl gar nichts Sinnvolles anfangen. Platten sind sensible Geschöpfe! Je mehr Öle von den Fingern auf ihre Oberfläche geraten, desto schneller werden diese Stellen quasi zu Magneten für Plattenfeinde: Staub und Dreck. Die verursachen nicht nur hörbares Knistern, sondern können die Platte und die Nadel auf Dauer abnutzen, je länger sie durch die Rillen gezogen werden.
Also: Die Platte immer nur an den Außenrändern und dem Label-Aufkleber in der Mitte greifen. Dabei muss man vor allem beim Rausziehen aus der Innenhülle vorsichtig sein, um nicht aus Versehen die Abspielfläche der Platte zu berühren. Für noch mehr Sicherheit kann man sich etwa sogenannte Record Mitts zulegen, die wie Topflappen aus antistatischem Material funktionieren – sozusagen Plattenhandschuhe.
Fehler 2: Platten stapeln
Obwohl viele ihre Platten aufeinanderstapeln (also so, dass das Cover noch oben schaut), sollten sie immer aufrecht stehen! Liegen sie aufeinander, kann das die Platten durch das Gewicht nämlich auf Dauer verbiegen. Und auch das Cover leidet darunter: Was man bei alten Platten, beispielsweise von Flohmärkten, oft beobachten kann, ist die sogenannte „ring wear“: Die Schallplatte drückt sich so lange auf die Außenhülle ab, dass man auf dem Cover irgendwann ihren ringförmigen, weißen Abdruck erkennt.
Fehler 3: An den falschen Ecken des Setups sparen: All-in-One-Turntables etc.
Man muss keine hohen Summen ausgeben, um ein gut klingendes Setup zu erstellen. Doch wenn man an den richtigen Stellen investiert, kann man einiges am Sound herausholen. Plattenspieler, Vorverstärker, Verstärker, Lautsprecher – das sind die Bestandteile jedes Setups, und nein, man braucht nicht zwingend all diese vier Dinge separat. So haben beispielsweise manche Verstärker oder Plattenspieler den Vorverstärker (auch Pre-Amp genannt) eingebaut und das heißt nicht, dass sie dadurch weniger hochwertig sind.
Viele greifen aber zur einfachsten Lösung: den Plattenspielern, die auch die restlichen Bestandteile beinhalten, sogar eingebaute Lautsprecher. Oft haben diese All-in-One-Plattenspieler niedrige Preise und sind auch noch portabel. Nicht alle davon sind zu verteufeln. Aber billigere Modelle klingen meist weder gut, noch tun sie den Platten gut. Hier hat der Tonarm nämlich oft kein Gegengewicht, was die Rillen der Platten auf Dauer kaputt macht. Mehr dazu im nächsten Punkt.
Fehler 4: Tonarm falsch eingestellt: zu hohe Auflagekraft oder kein Gegengewicht
Die Auflagekraft ist das Gewicht, das der Tonarm auf die Schallplatte ausübt. Ist dieses zu hoch, drückt sich der Tonabnehmer mit der Nadel so tief in die Rillen der Platte, dass sie diese immer weiter abnutzt. Dafür gibt es ein Gegengewicht auf der anderen Seite des Tonarms, das man einstellen kann. Aber was muss man da einstellen? Im Idealfall zeigt die Skala am Tonarm die Grammzahl der Auflagekraft an; prinzipiell sind 1,5 bis 2,5 Gramm empfehlenswert, je nach Hersteller:innen-Angaben. Hat man keine so leicht zu entziffernde Skala, wiegt man den Tonabnehmer ganz einfach mit einer Waage und kann dann das Gegengewicht dementsprechend anpassen. Und Plattenspieler, die kein Gegengewicht am Tonarm haben, sind wie gesagt ohnehin nicht zu empfehlen.
Fehler 5: Beim Kauf nicht auf den Zustand der Platte achten
Ein Schnäppchen macht immer Freude, aber manchmal hat der niedrige Preis auch seinen Grund. Im Plattenladen gilt: Bei einer gebrauchten Platte immer überprüfen, ob sie verkratzt oder verbogen ist. Dazu hält man die Platte am besten horizontal vors Auge und dreht sie. Eine leichte Wellung muss den Sound nicht beeinträchtigen, also hört man am besten einfach mal rein – dafür haben viele Läden ja auch Hörstationen mit Plattenspielern vor Ort.
Fehler 6: Keine gefütterten Innenhüllen verwenden
Bei vielen Pressungen kommt das Vinyl in einer schönen bedruckten Innenhülle aus Papier. Die will man fürs Design, für die Lyrics und Infos natürlich behalten, aber die Platte selbst fühlt sich in einer gefütterten Innenhülle wohler. Denn Papierhüllen haben verschiedene Nachteile: Sie hinterlassen oft kleine Papierfetzen auf der Platte; die Reibung des Papiers am Vinyl kann die Oberfläche der Platte abnutzen; und die Platte lädt sich in einer Papierhülle schnell statisch auf. Gefütterte Innenhüllen wiederum sind aus antistatischem Kunststoff, sie sind innen weich und sauber. Man kann sie oft in Mengen auf Vorrat kaufen, etwa als 10er-Packungen, die es auch oft im Plattenladen gibt.
Fehler 7: Neue Platten nicht reinigen
Natürlich weisen vor allem gebrauchte Platten oft Staub und Dreck auf, den man zuhause am besten sofort entfernen sollte. Aber viele wissen nicht, dass man auch neue, bisher ungeöffnete Platten abbürsten sollte. Der Herstellungs- und Verpackungsprozess kann nämlich noch seine Spuren darauf haben: kleine Vinylpartikel, Staub und Dreck aus der Fabrik oder Reste von Flüssigkeiten wie Schmiermittel etwa.
Fehler 8: Pusten
Platten sollte man prinzipiell vor jedem Durchgang von Staub und statischer Aufladung befreien, indem man sie mit einer antistatischen Bürste kurz auf dem sich drehenden Plattenteller abbürstet. Auch Mikrofasertücher eignen sich dafür, wenn sie noch frisch sind. Für schwerere Verschmutzungen gibt es Geräte zur Vinylreinigung mit speziellen Flüssigkeiten, das ist vor allem bei alten Platten vom Flohmarkt oder Second-Hand-Laden sinnvoll. Ein kleiner Fehler, den allerdings viele machen: Versucht nicht, Staub abzupusten! Selbst bei sanftem Pusten können Speicheltröpfchen auf die Oberfläche fliegen.
Fehler 9: Plattenspieler auf derselben Oberfläche wie Lautsprecher
Das ist eher ein Fehler in der Raumeinrichtung, den auch viele erfahrene Vinyl-Fans falsch machen. Stehen die Lautsprecher auf dem gleichen Untergrund wie der Plattenspieler, kann die Vibration die Nadel zum Verrutschen bringen. Am liebsten steht ein Plattenspieler an einem ruhigen, ebenen Ort, an dem er keiner Bewegung ausgesetzt wird.
Fehler 10: Interferenzen verursachen Rauschen
Auch die Nähe zu Geräten mit hoher elektrischer Spannung oder elektromagnetischen Interferenzen sollte der Plattenspieler meiden: beispielsweise Verstärker, Router oder LED-Lichter. Wer sich also wundert, warum alles so brummt oder rauscht – vielleicht liegt’s daran!