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Mit Detour meldet sich Kim Petras heute mit einem neuen Studioalbum zurück. Die 13 Tracks umfassende Platte erscheint am 29. Mai über ihr eigenes Label BunHead und markiert zugleich einen entscheidenden Wendepunkt in ihrer Karriere. Erstmals seit mehreren Jahren veröffentlicht die deutsche Musikerin wieder unabhängig, nachdem sie sich 2026 von Republic Records getrennt hatte.
Bereits im Vorfeld hatte Petras offen über kreative Differenzen mit ihrem ehemaligen Label gesprochen. In einem Beitrag auf X erklärte sie Anfang des Jahres, sie sei „müde davon, keine Kontrolle zu haben“. Laut der Sängerin sei das Album bereits seit Monaten fertig gewesen, dennoch habe sich die Veröffentlichung immer wieder verzögert. Auch mehrere Singles und Musikvideos seien zurückgehalten worden.
Album zwischen Pop, Clubsound und persönlicher Reflexion
Musikalisch bewegt sich Detour zwischen experimentellem Elektropop, hyperaktivem Clubsound und introspektiven Momenten. Zu den bereits veröffentlichten Singles zählen unter anderem Polo, Freak It, I Like Ur Look, Need for Speed und Jeep. Zeitgleich zum Albumrelease erschien außerdem der neue Track Brutalist.
Schon 2024 hatte Petras gegenüber Paper Magazine angekündigt, dass das neue Projekt „definitiv sehr anders“ werden würde als ihre bisherigen Veröffentlichungen. Dieser Richtungswechsel zieht sich nun konsequent durch das gesamte Album. Während frühere Projekte häufig stark auf überzeichnete Popfiguren und ironische Konzepte setzten, wirkt Detour deutlich persönlicher und unmittelbarer.
Besonders der Song Brutalist hebt sich inhaltlich hervor. In einem Gespräch mit The Fader sprach Petras darüber, dass der Track Erinnerungen an ihre Kindheit in Deutschland verarbeitet. Dabei thematisiert sie auch ihre Erfahrungen als trans Jugendliche. „Ich bin glücklich, dafür stehen zu können, dass trans Kinder transitionieren können und später als Erwachsene glücklich leben“, sagte sie im Interview mit dem Magazin.
Rückkehr zur kreativen Eigenständigkeit
Für Detour arbeitete Petras unter anderem mit Künstler:innen und Produzent:innen wie Frost Children, Margo XS, Porches und Nightfeelings zusammen. Die Entstehung des Albums beschreibt sie als bewusste Rückkehr zu ihrem kreativen Ursprung. Gegenüber The Fader erklärte sie: „Es fühlte sich wie ein geheimes Projekt an. Ich konnte mich neu erfinden und wiederfinden, warum ich das überhaupt mache.“
Die Produktion entstand laut Petras weitgehend außerhalb klassischer Majorlabel-Strukturen. Viele kreative Entscheidungen sowie Teile der visuellen Umsetzung finanzierte die Musikerin selbst. Genau darin scheint nun auch die zentrale Idee von Detour zu liegen: weniger Hochglanzmechanik, mehr persönliche Handschrift.