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Nachdem Bad Bunny in seiner Grammy-Rede klarmachte, dass er sich gegen ICE und Trumps Politik stelle, fragen sich viele: Wird er seine Halbzeitshow beim Super Bowl auch für große politische Statements nutzen? Der Chef der NFL erklärte nun, er vertraue Bad Bunny, seine Bühne zu nutzen, um die Leute zu vereinen.
Die politische Lage in den USA spitzt sich zu und gleichzeitig erwarten viele gespannt den Super Bowl, der diesen Sonntag, am 8. Februar, stattfindet – nicht nur wegen des Spiels, sondern auch weil dort drastische politische Gegensätze aufeinanderprallen werden. Hätte die NFL gewollt, dass der Super Bowl dieses Jahr keine politische Veranstaltung wird, wäre es sicherer gewesen, nicht ausgerechnet Bad Bunny und Green Day performen zu lassen, so sehen es viele.
Bad Bunny ist klarer ICE-Gegner
Gerade Bad Bunny präsentierte am Sonntag bei den Grammys, wie klar seine politischen Einstellungen gegenüber der US-amerikanischen Politik sind. In seiner Dankesrede für den Grammy für das „Album des Jahres“ erklärte der puertoricanische Musiker: „Bevor ich Gott danke, sage ich: ICE raus!“ Und weiter: „Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere, wir sind keine Außerirdischen; wir sind Menschen und wir sind Amerikaner.“
Auch zuvor hatte Bad Bunny Termine seiner Welttour abgesagt, aus Angst, dass die Einwanderungsbehörde ICE eingreifen könne. Dass nun beim Super Bowl ICE-Agent:innen präsent sein sollen, wird ihn wahrscheinlich nicht freuen. Auch Green Day, die in der Eröffnungszeremonie spielen werden, sind bekannterweise nicht gerade unpolitisch oder Donald Trump gegenüber wohlgesonnen. Trump selbst sagte vor kurzem, es sei eine schreckliche Wahl, Bad Bunny und Green Day zu buchen, da das nur Hass schüren werde. Wie politisch wird also der Super Bowl?
NFL Commissioner Roger Goodell addresses the prospect of an ICE presence at the Super Bowl and reaffirms his support for Bad Bunny as a halftime performer.https://t.co/g9HaCPpBj6pic.twitter.com/InqhZlhiwL
— 5 GOATs (@5GOATs_) February 3, 2026
NFL-Chef vertraut auf Bad Bunny
Dazu wurde am Montag auch der NFL-Commissioner Roger Goodell in einer Pressekonferenz befragt. Nachdem er zunächst das hohe Sicherheitskonzept des Super Bowls erklärte, ging er schließlich auf die Diskussion um Bad Bunny ein. In Bezug auf seine Grammy-Rede sagte Goodell: „Bad Bunny – das wurde gestern Abend bewiesen – ist einer der großen Künstler dieser Welt. Das ist einer der Gründe, warum wir ihn ausgewählt haben.“
Weiter erklärte Goodell: „Aber der andere Grund ist, dass er die Bedeutung dieser Plattform verstanden hat. Diese Plattform dient dazu, Menschen zu vereinen, sie mit ihrer Kreativität und ihren Talenten zusammenzubringen und diesen Moment dafür zu nutzen. Künstler:innen haben das in der Vergangenheit bereits geschafft. Ich glaube, Bad Bunny versteht das, und ich bin überzeugt, dass er eine großartige Performance abliefern wird.“ Er scheint dem Musiker zu vertrauen, dass dieser seine Halbzeitshow nutzen wird, um nichts Unüberlegtes oder Spaltendes zu machen. Schließlich soll eine Sport-Veranstaltung die Leute zusammenbringen. Ob das funktionieren wird, wird sich am Sonntag zeigen.