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Foto: Mauricio Santana/Getty Images

Phoebe Bridgers: Erste Single seit Jahren, „Lost Boys“, ist da

Endlich neue Musik von Phoebe Bridgers: Nachdem die Indie-Folk-Musikerin diese Woche ihr lang ersehntes, drittes Album angekündigt hat, liefert Lost Boys nun den ersten Vorgeschmack. Ein eskapistischer, kindlicher und fast schon glückseliger Song.

Das Warten hat ein Ende

Es ist schon absurd, wie präsent und relevant Phoebe Bridgers‘ Name in den letzten Jahren war, obwohl sie seit 2020 kein Soloalbum mehr veröffentlicht hat – lediglich mit ihrer Supergroup boygenius. Einen Nachfolger zu einem so in den Himmel gelobten Indie-Meilenstein wie Punisher zu machen, ist auch keine leichte Aufgabe und dafür darf man sich ruhig Zeit nehmen. Nun ist es aber endlich an der Zeit dafür. Vorgestern kündigte Phoebe Bridgers ihr drittes Studioalbum Lost Weekend für den 14. August an. Und nun ist auch die erste Single da: Lost Boys.

Wie klingt Lost Boys? Im Grunde ähnlich wie die lautesten, triumphalsten Momente auf Punisher: Indie-Folk mit Bläsern und erhebenden Refrains, die man glückselig mitsingen möchte – wenn auch mit einem schmerzhaften Stechen in der Brust. So singen auch alte Bekannte mit: Lucy Dacus und Julien Baker. An der Produktion und dem Drumkit sitzen unter anderem Jack Antonoff und Alex G.

Kindische Fantasien mit Peter Pan und Ritterturnieren

Im Song geht es um einen kindlichen Eskapismus, mit Referenz auf die Lost Boys, die Gruppe um Peter Pan, die nie erwachsen wurden. Weil das stressige Leben und das Erwachsensein – „the machine“, wie Bridgers es nennt – sie zu erdrücken droht, flieht sie in eine sorglose Attitüde: wo man mit Motorrädern zu schnell fahren kann und sein Lunch-Money niemals ausgeben muss, um im kapitalistischen System zu versacken.

Mit den für Phoebe Bridgers typischen alltäglichen Anekdoten gespickt, merkt sie aber auch an, dass es gleichermaßen nicht gesund ist, nie erwachsen werden zu wollen. Für diesen Moment der Freiheit darf ihr das aber mal egal sein.

Das Musikvideo zeigt eine skurrile Mischung aus Mittelalter-Rollenspiel und -Videospiel mit amerikanischer Suburbia. Phoebe Bridgers mit Elfenohren liefert eine Art Cate-Blanchett-/Galadriel-Cosplay, während Männer in Ritterrüstungen auf Schrottplätzen kämpfen und ums Feuer tanzen. Eine Fantasie, die wenig Sinn ergibt, aber gerade darin wie ein kindlicher Traum wirkt.

Album im August, Tour im Dezember

Mehr Musik, um Depressionen zu heilen und gleichermaßen wieder aufzureißen, gibt es dann am 14. August: Dann erscheint endlich Phoebe Bridgers‘ Album Lost Weekend. Ende des Jahres geht’s auf Europa-Tour mit zwei Deutschland-Terminen. Isaac Wood und Anaïs spielen Support; Smartphones werden nicht erlaubt sein. Tickets gibt’s hier.

08.12.26: Düsseldorf, PSD Bank Dome
09.12.26: Berlin, Velodrom – AUSVERKAUFT

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